@ikigaimondai Herzlichen Dank für deinen Hinweis! Konnte das auch bestätigen. Habe jedoch um 18:33 noch die letzte Beratungsanfrage erhalten. Du konntest es um 18:31 nicht mehr abzuschicken. Muss also kurz davor ausgefallen sein. Da fing bei Wordpress wahrscheinlich der Feierabend um 18:30 an.
PS: Ich wusste gleich, dass ich hier im richtigen Forum bin. Hart aber herzlich. So soll es sein. 👍
(Achtung Werbung: Nur wer uns eilig erreichen möchte, kann unsere Email-Adresse auch im Impressum finden. Wenn nicht erwünscht, gerne löschen.)
Im Geschäftsbericht für 2021 lese ich nichts über Absolute-Return Strategien. In der Pressemitteilung geht es um die groben Zahlen, im 2021 Endowment Update um das Leben und Wirken von David Swensen (zumindest nach einem grobem Querlesen der 35 Seiten).
Sorry. Das ist eine Sonderausgabe, dem jahrzehntelangen Yale Stiftungsfonds-Manager David Swensen nach seinem frühen Tode Ende 60 gewidmet. Bis zum 2020 Endowment Update kann man seit Jahrzehnten in der Fußnote lesen (Seite 21):
„Passive Benchmarks
Absolute Return: Barclays 9-12 Month U.S. Treasury Index“
Zwei Fehlerkorrekturen von meinem letzten Post:
- „Daher haben wir auch sein [Niels Kaastrup-Larsen] Vorgehen kopiert, das kommerzielle Finanzunternehmen komplett vom Finanzblog/-podcast zu Weiterbildung ohne Interessenkonflikte aber mit der motivierenden Vermittlung von Insiderwissen als USP zu trennen.“
- https://www.toptradersunplugged.com/about ist tot und wurde geändert in:
https://www.toptradersunplugged.com/hosts/
Gerade habe ich noch ein sehenswertes aktuelles Video von der führenden Trendfolge-Lehrbuchautorin Kathryn Kaminski gefunden:
Managed Futures and Market Stress
„Insight on crisis alpha, strong returns from trend-following strategies, and trends to watch in the second half of 2022.“
John Bogle schreibt darüber auf dem Rückumschlag von Los Hauptwerk Adaptive Markets: Financial Evolution at the Speed of Thought:
"Andrew Lo is a brilliant financial economist, visionary innovator, bold contrarian, gifted writer, and an unrelenting idealist. These traits are evident in this wonderful book, which traces the 'evolutionary explosion of financial innovation' that began with Vanguard's creation of the first index mutual fund in 1974, tracking the S&P 500 Index. I continue to hold to index funds, but Dr. Lo's book persuades me to keep a mind that is open--or at least ajar--to the new world of investment technology, investor preferences, and transaction efficiency, and to the wisdom of those who are smarter than I am."
Also die Klappentexte eines Buches als Beleg für Anerkennung zu nehmen, hat auch schon etwas. Zumal ich da auch einen Hauch von Ironie erkenne: "Es gibt ja schlauere als mich........aber ich bleibe bei meinen Indexfonds.
Ich kann natürlich auch völlig daneben liegen...
Wer weiß, wer weiß…
Falls du darüber nachdenkst, dort Geld zu investieren: kannst du mir die Strategie des DA-Fonds kurz erklären? ELI5 - explain it like I'm 5. Ich meine damit nicht das 60-Seiten Whitepaper (an dem ich immer noch lese), sondern ob du verstanden hast, was dort gemacht wird.
Für mich ist es ungefähr klar, aber ich bin weit davon entfernt das wirklich zu verstehen. Wenn du noch etwas Lesestoff benötigst:
https://www.investopedia.com/terms/m/managed-futures.asp
https://www.wallstreetphysician.com/pros-cons-managed-futures/
https://smartasset.com/investing/managed-futures
https://www.etfstream.com/features/managed-futures-fast-and-furious-vs-slow-and-steady/
https://www.barrons.com/articles/managed-futures-in-trouble-1527897601
https://thismatter.com/money/funds/managed-futures.htm
Auch schön zu lesen, dass unsere DA-Protagonisten mit ihrer 50%-Allokation für Krisenalpha weit über dem liegen, was die meisten Webseiten oben empfehlen. Zudem wird mehrfach erwähnt, für Managed Futures nur Risikokapital einzusetzen. Ich möchte nicht ausschliessen, dass Krisenalpha nicht nur Managed Futures umfasst (siehe mein Verweis von oben, dass ich bisher nicht alles verstanden habe).
Weitere Kritikpunkte an MFs: relativ hohe Gebühren (die über längere Zeiträume auf die Performance drücken) sowie mögliches Verlustpotential.
Ein weiterer Punkt, den du bedenken solltest: Krisenalpha hat bereits Plus gemacht in den letzten 1,5 Jahren. Wenn du also jetzt einsteigst ist das so, als wenn du nach dem Blitzer auf die Bremse trittst.
Zusammenfassend: nicht von den vielen tollen Worten und Erklärungen einlullen lassen, sondern versuchen das Thema selber zu verstehen. Und nichts kaufen, was man nicht versteht. Ansonsten noch eines meiner Lieblingszitate: "treat everyone likes a used car salesman"
Ansonsten noch eines meiner Lieblingszitate: "treat everyone likes a used car salesman"
Nur zur Klärung: das Zitat bezieht sich auf Dinge, die mit Geld zu tun haben.
Falls du darüber nachdenkst, dort Geld zu investieren: kannst du mir die Strategie des DA-Fonds kurz erklären? ELI5 - explain it like I'm 5. Ich meine damit nicht das 60-Seiten Whitepaper (an dem ich immer noch lese), sondern ob du verstanden hast, was dort gemacht wird.
Auf oberer Ebene glaube ich, das Konzept verstanden zu haben: Das investierte Kapital wird halbe-halbe aufgeteilt in:
- "Brot-und-Butter-ETFs", um zu niedrigst möglichen Kosten am Beta der Märkte zu partizipieren.
- Einen Satz aktiv verwalteter Anlagen, die zwei Alpha-Strategien nutzen: Trendfolge und Long-Volatility.
Erstere sind voll anfällig für all den Schabernack, den wir an der Börse so kennen und schätzen, letztere bringen Rendite sowohl in Aufschwung als auch in Krisen-Zeiten, immer dann, wenn es klare übergeordnete Kursbewegungen gibt; sie sind nur dann schwach, wenn es eher seitwärts geht.
Für das Gesamtkonstrukt ergibt sich damit nach meinem Verständnis folgende Aufteilung:
1. Deutlicher Aufwärtstrend: Beta-Anteil profitiert, Trendfolge-Alpha ebenfalls.
2. Deutlicher Abwärtstrend: Beta-Anteil knickt ein, Trendfolge-Alpha profitiert.
3. Hin-und-her: Beta-Anteil bleibt ungefähr gleich, Trendfolge-Alpha "verliert den Grip" und sinkt.
Durch regelmäßiges Rebalancing wird zudem der schwächer gelaufene Teil mitgezogen. Auf diese Weise erhält das Alpha seine Funktion und "steht bereit", wenn es darauf ankommt; und im Falle eines Absackens des Beta-Anteils wird dieser aus nicht nur nicht vom Abschwung betroffenen, sondern zusätzlich beflügelten Alpha-Anteil "aufgefüllt", so dass in der nach gegenwärtiger Lehrmeinung unvermeidlich nachfolgenden Erholung die zusätzlichen Anteile überproportional zulegen. Die Vorteile eines solchen Rebalancing sind doch allgemein bekannt, aber viele der "All-in-A1JX52"-Anhänger verzichten darauf.
Verstehe ich komplett das Thema der Managed Futures? Nein. Verstehe ich komplett das Konzept des Copy Tradings? Auf oberer Ebene ja. Im Detail: nein. Ich zahle auch dort eine 30%ige Performance Fee nach High Watermark, und das scheint (!) auch die gängige Praxis bei den Managed Futures zu sein.
Ich habe aber auch nicht vor, selbst in Managed Futures einzusteigen, genauso wenig wie ich vorhabe, selbst in Forex-Handel einzusteigen. Ich fahre auch Auto, ohne dass ich alle Details der Fahrdynamik verstehen würde, und fliege in den Urlaub. Im Endeffekt geht es darum, ob ich etwas hinreichend plausibel finde. Ich bin mir absolut nicht sicher, ob ich das hier tue, aber sich das mal anzuhören, wird in meinen Augen (Ohren?) keinesfalls schaden.
Ich hatte ja schon mal gesagt, dass ich noch an einer etwas andere Stelle in meinem Vermögens-Lebenszyklus stehe als Albert. Möglicherweise reicht "Beta reiten und Crashes aussitzen" für mich noch absolut zu. Aber ich kann nicht mehr mit voller Inbrunst behaupten, dass ich ganz absolut 100%ig sicher meine Anlagen in 15 Jahren nicht brauche. Bei 10 bin ich da noch deutlich optimistischer. Das sagt mir, dass ich mich mittelfristig mit Entnahmestrategien und Vermögenserhalt auseinandersetzen muss, und dass die Mittel des Vermögensaufbaus und die Mittel des Vermögenserhalts andere sind, ist ebenfalls eine Binse.
Auch schön zu lesen, dass unsere DA-Protagonisten mit ihrer 50%-Allokation für Krisenalpha weit über dem liegen, was die meisten Webseiten oben empfehlen. Zudem wird mehrfach erwähnt, für Managed Futures nur Risikokapital einzusetzen. Ich möchte nicht ausschliessen, dass Krisenalpha nicht nur Managed Futures umfasst (siehe mein Verweis von oben, dass ich bisher nicht alles verstanden habe).
Meine Vermögensaufstellung sieht Stand 1. August 2022 so aus:
Auf der "risikoarmen" Seite haben wir:
- In selbstgenutzter ETW gebundenes Kapital: 42.4%
- Sichteinlagen, jederzeit verfügbar: 8%
Auf der "risikobehafteten" Seite:
- Im ETF-Depot: 18.8%
- In meiner betrieblichen Altersvorsorge: 17.5%
- In der betrieblichen Altersvorsorge meiner Frau: 4.6%
- In vermieteter Wohnung gebundenes Kapital: 3.7%
- In P2P-Krediten angelegtes Kapital: 1.9%
- In physischem Gold: 1.7%
- In Copy Trading investiertes Kapital: 1.0%
- In Krypto: 0.4%
Ich fühle mich damit nicht sonderlich "riskant". Die ETW ist in einem halben Jahr komplett bezahlt, dann wohnen wir für ~350€ pro Monat.
Weitere Kritikpunkte an MFs: relativ hohe Gebühren (die über längere Zeiträume auf die Performance drücken) sowie mögliches Verlustpotential.
Mögliches Verlustpotential habe ich bei ETFs genauso. Das Gebührenthema: Ja, richtig, Gebühren tun weh, vor allem bei Anlagen, die am Ende auch "nur" Beta abliefern, verringert um die Gebühren (Mittelfinger geht raus an Deka und union investment). Bei Copy Trading bezahle ich auch 30% Performance Fee. Mir kommt die Kritik bspw. von Herrn Walz immer sehr stark von der Performance-Seite; aber Performance ist bei einer Geldanlage nicht alles.
Ein weiterer Punkt, den du bedenken solltest: Krisenalpha hat bereits Plus gemacht in den letzten 1,5 Jahren. Wenn du also jetzt einsteigst ist das so, als wenn du nach dem Blitzer auf die Bremse trittst.
Timing the market und so. Die Welt hält genügend Krisenpotential bereit, Taiwan vielleicht, oder Affenpocken für alle, neue COVID-Variante, wahrscheinlich etwas ganz anderes, was wir nicht mal auf dem Schirm haben. Und niemals hätte ich vor, NUR in Krisenalpha zu gehen. Mal abgesehen davon, dass ich ja noch nicht mal sicher bin, ob ich das überhaupt machen will. Mein Gedanke ist ähnlich wie beim Copy Trading: einfach mal anfangen, und dann nach fünf und zehn Jahren mal schauen, wie es denn so lief.
Zusammenfassend: nicht von den vielen tollen Worten und Erklärungen einlullen lassen, sondern versuchen das Thema selber zu verstehen. Und nichts kaufen, was man nicht versteht. Ansonsten noch eines meiner Lieblingszitate: "treat everyone likes a used car salesman"
"Zum Betrügen gehören immer zwei." Mein Vater war "Krimscher", und ich würde mich nicht als leichtgläubig bezeichnen. Ich bin durchaus begeisterungsfähig, und höre mir neue Sachen gerne an, das ja. Aber jetzt schauen wir mal.
Erstere sind voll anfällig für all den Schabernack, den wir an der Börse so kennen und schätzen, letztere bringen Rendite sowohl in Aufschwung als auch in Krisen-Zeiten, immer dann, wenn es klare übergeordnete Kursbewegungen gibt; sie sind nur dann schwach, wenn es eher seitwärts geht.
Das ist mein Problem mit allen diesen Konzepten. Sie funktionieren unter bestimmten Randbedingungen, die aus Verhaltensweisen der Börsen aus der Vergangenheit abgeleitet wurden. Das kann funktionieren, muss es aber nicht. Und es ist einfach sauteuer.
Alle Konzepte, die nachhaltig und nachvollziehbar die Rendite erhöhen / Risiken minimieren, werden langfristig durch Nachahmer aufgehoben. Da ich als Hobbyfinanzer keine Ahnung habe, was im Markt passiert, lasse ich die Finger davon.
Wenn ich mein Risiko im Übergang der Kapitalwachstumsphase in die Kapitalerhaltphase reduzieren will, dann schichte ich in "sichere" Anlagen um.
Also die Klappentexte eines Buches als Beleg für Anerkennung zu nehmen, hat auch schon etwas. Zumal ich da auch einen Hauch von Ironie erkenne: "Es gibt ja schlauere als mich........aber ich bleibe bei meinen Indexfonds.
Ich auch und ergänze die durch reine Krisenalpha-Fonds statt (nur) Staatsanleihen.
Ist bekannt, dass Bogle sich sonst auch für ihn inhaltlich widerstrebende Gefälligkeits-Testimonials hergegeben hat? Hier zwei Live-Zitate von Bogle, die m.E. eher für das Gegenteil sprechen:
“I was a very contrarian young thinker … and very skeptical of everything.“ (ab 1:32)
„The efficient market hypothesis is often right. But it is not always right. And if you think the markets are highly efficient and they're not you're gonna pay a penalty for that. And that happens periodically along the role of the markets now. But the CMH always works.“ (37:41)
Quelle: In Pursuit of the Perfect Portfolio: John C. Bogle (Video), von Stephen Foerster und Andrew W. Lo
Darin stimmen Bogle und Lo also im Kern überein, wie ich die Märkte auch verstehe. Ich trage dem in meiner Anlagestrategie Rechnung, indem ich reines Markt-Beta mittels ETFs durch reines Krisen-Alpha kombiniere. Um auf wiss. Basis der AMH größte Tail Risks bestmöglich adaptiv zu managen.
Damit können unbegrenzt exzessive Volatilitäts-Verluste bei Börsencrashs ohne Opportunitätsverluste eliminiert werden. Also die von Bogle angesprochene „penalty for that“. Das heißt für die falsche Annahme beim Portfoliomanagement, dass Märkte immer hoch effizient wären.
Die Coherent Market Hypothesis (CMH), auf der Bogle gedanktlich steht, ist der AMH und EPT wesentlich ähnlicher als der EMH. Mit der CMH kann die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion des Marktes durch eine Kombination aus Gruppenstimmung und fundamentaler Verzerrung bestimmt werden. Je nach Kombination dieser beiden Faktoren kann sich der Markt in einem von vier Zuständen befinden: Random Walk, instabiler Übergang, Chaos oder Kohärenz.
Ich habe etwas ähnliches mithilfe des Cynefin-Entscheidungsmodells versucht, siehe hier und in meinem Whitepaper-Entwurf. Um zu prüfen, wie gut sich verschiedene Anlagestrategien für verschiedene Marktregimes und -Zustände eignen und welche Einflussstärke sie auf das Ergebnis haben.
Falls du darüber nachdenkst, dort Geld zu investieren: kannst du mir die Strategie des DA-Fonds kurz erklären?
Gute Frage und Links! Danke.
Die Frage stellen wir Interessenten auch nach der Beratung. Nur wenn die im Wesentlichen richtig beantwortet wird, dürfen sie in unsere Strategie investieren. Wir haben auch schon Kunden abgelehnt, wenn sie das nicht konnte. Um unnötige Kundenprobleme zu minimieren.
Auch schön zu lesen, dass unsere DA-Protagonisten mit ihrer 50%-Allokation für Krisenalpha weit über dem liegen, was die meisten Webseiten oben empfehlen.
Das dachte ich anfangs auch erst und hoffte, damit ein USP lange vor Wettbewerbern zu bieten. Pustekuchen. +/- 1 Jahr um unsere Auflage wurden das Dragon-Portfolio von Artemis Capital Anfang 2020 und das Cockroach-Portfolio von Mutiny Funds im September 2021 mit sehr ähnlichen Allokationen von rund 50/50 in den USA aufgelegt.
Hier in Europa hat Assenagon aus Luxemburg und München den Fonds Assenagon Balanced EquiVol praktisch gleichzeitig mit uns Ende Dezember 2021 aufgelegt. Die kombinieren jedoch nur einen „nachhaltigen“ MSCI World mit ihrem eigenen Long-Volatilitätsfonds Alpha Volatility auch genau 50/50.
Das ist also eine Idee, deren Zeit genau jetzt gekommen ist. Wer sie trotzdem absurd findet, erinnere sich an Albert E.:
"Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie."
@ikigaimondai danke für deine Antwort. Ich möchte eines vorweg schicken: du bist natürlich für deine Anlagen selbst verantwortlich und entscheidest nach bestem Wissen und Gewissen. Wenn du findest, dass eine Investition in DA das Richtige für dich ist: mach das! Ich gebe hier nur meine Sicht der Dinge wieder. Natürlich sind meine Antworten nicht so hochtrabend formuliert wie die von Norbert. Ist aber auch nicht mein Hauptbroterwerb, und ich betreue nicht schon seit Jahrzehnten irgendwelche Family Offices.
Erstere sind voll anfällig für all den Schabernack, den wir an der Börse so kennen und schätzen, letztere bringen Rendite sowohl in Aufschwung als auch in Krisen-Zeiten, immer dann, wenn es klare übergeordnete Kursbewegungen gibt; sie sind nur dann schwach, wenn es eher seitwärts geht.
D.h. du denkst, dass du mit Trendfolge sowie Long Volatility bringen dir die Rendite. Mit Trendfolgern gibt es ein paar Probleme: der so gerne und oft zitierte Satz "Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen" funktioniert meistens nichts. Auch von Norbert wird er im Whitepaper mehrfach zitiert. Wenn es so einfach wäre, würde es jeder so machen.
Long Volatility ist auch so eine Sache. Man lese sich gerne mal etwas in die Historie von Nassim Taleb ein. Klar, man macht viele kleine Verluste in der Hoffnung darauf, dass die Vola irgendwann mal ausschlägt und man einen grossen Gewinn macht. Hat gerade funktioniert - auf lange Zeit: naja.
Ich fahre auch Auto, ohne dass ich alle Details der Fahrdynamik verstehen würde, und fliege in den Urlaub. Im Endeffekt geht es darum, ob ich etwas hinreichend plausibel finde.
Aus meiner Sicht ein Vergleich, der nicht funktioniert. Beim Auto gibt es Qualitätsstandards, die einzuhalten sind. Beim Thema Finanzen mag vieles zwar plausibel klingen (du hast oben auf Deka und Union verwiesen), aber ob das dann auch funktioniert steht auf einem anderen Blatt. Ich habe mich durch das Whitepaper durchgekämpft - habe mir auch Notizen gemacht dazu für Themen, wo ich weiter nachforschen müsste. Habe ich nicht die Zeit zu aktuell.
Auf der "risikobehafteten" Seite:
- Im ETF-Depot: 18.8%
18.8% sind im Vergleich tatsächlich gering. Du hast etwas geschrieben von 10 Jahren Anlagehorizont. Dann wärst du 52. Reichen dir die 20% dann? Bzw. warum hast du dort eine Verlustaversion (so lese ich das zwischen den Zeilen)?
Timing the market und so.
Aus meiner Sicht passt dieser Spruch nicht ganz. Timing the market bezieht sich auf die langfristige Investition in den Aktienmarkt. Ob aktive Strategien wie Trendfolge bzw. Long Volatility langfristig (10/20+ Jahre) schlagen werden nach Kosten: ich bezweifle es stark.
Ich bin durchaus begeisterungsfähig, und höre mir neue Sachen gerne an, das ja.
Geht mir genau so. An dieser Stelle stand ich bereits vor 2-3 Jahren, als Norbert noch als smartinvestor in den FW-Kommentaren rumgesprungen ist. Bis heute hat mich die Strategie noch nicht überzeugt, auch nach dem Lesen des Whitepapers nicht.
Klar, vieles von dem was dort erwähnt wird, klingt erstmal plausibel. Viele der Sachen funktionieren aber nur in der Theorie (Verluste begrenzen) - in der Praxis hapert es zumeist an der Umsetzung. Was ich immer wieder schön finde: Norbert fühlt sich hier in einer absoluten Vorreiterrolle. Erinnert mich ein bisschen an LTCM (Story gerne mal nachlesen) - trotz Nobelpreisträgern sind die auch massiv hingefallen. Ja, ich weiss, die haben andere Sachen gemacht als Trendfolge/Long Vola. Ob Norbert und Albert das Niveau einmal einen Nobelpreis bekommen werden - ich habe da meine Zweifel 🙂
Zitate von Albert Einstein auf sich selbst münzen, zeugt für mich nicht gerade von Demut. Aber ok - jeder wie er will.
PS: habe mich noch weiter eingearbeitet. Der SG Trend hat ganze 10 Fonds. Finde ich persönlich sehr wenig. Im Prinzip sind Trendfolge / Long Vola auch nur eine Untermenge von Hedgefonds. Denen muss ich vertrauen, dass sie auf lange Sicht Alpha produzieren.
Ich möchte eines vorweg schicken: du bist natürlich für deine Anlagen selbst verantwortlich und entscheidest nach bestem Wissen und Gewissen. Wenn du findest, dass eine Investition in DA das Richtige für dich ist: mach das! Ich gebe hier nur meine Sicht der Dinge wieder. Natürlich sind meine Antworten nicht so hochtrabend formuliert wie die von Norbert.
Dazu muss ich jetzt doch mal was schreiben.
Ich habe das Gefühl dass die ganzen Antworten mit den extrem vielen Links einfach Werbung von NorbertM sind.
Als Anlegerin die jetzt durch Lebensumstände zu einem nicht ganz kleinen Vermögen gekommen ist und "Zielgruppe" von sowas ist denke ich dazu das:
Geld hat mit Vertrauen zu tun, vor allem wenn es um viel Geld geht. Das kann nicht durch Marketing gewonnen werden.
Verstehe ich komplett das Konzept des Copy Tradings? Auf oberer Ebene ja. Im Detail: nein
Ich auch nein. Würde ich Martin nicht schon lange kennen, würde ich nur ein paar Tausender investieren und dann schauen. Aber ehrlich gesagt stimmt das nicht mal, weil ich würde diese Seite nicht kennen. Aber weil es eben nicht so ist und viel Vertrauen in Martin da ist, bin ich dabei und lasse mein Geld managen und das klappt ganz gut 😉
Ich denke die meisten sind hier, weil es hier keine Werbung und "hochtrabendes Gerede" gibt. Das hier ist einfach eine kleine Community zum Austausch und manche von uns kennen sich auch privat ganz gut. Ich finde es mehr als schlecht wenn das hier so weiter geht weil ich denke ganz sicher, dass die meisten keinen Bock darauf haben sich das hier zumüllen zu lassen!!!!!!!! Werbung in meinem Briefkasten werfe ich weg und ein Aufkleber ist drauf dass ich keine will.
So, das musste ich jetzt mal sagen weil mir das aufstösst. NorbertM such dir woanders deine Kunden!!!
@ikigaimondai danke für deine Antwort. Ich möchte eines vorweg schicken: du bist natürlich für deine Anlagen selbst verantwortlich und entscheidest nach bestem Wissen und Gewissen. Wenn du findest, dass eine Investition in DA das Richtige für dich ist: mach das! Ich gebe hier nur meine Sicht der Dinge wieder. Natürlich sind meine Antworten nicht so hochtrabend formuliert wie die von Norbert. Ist aber auch nicht mein Hauptbroterwerb, und ich betreue nicht schon seit Jahrzehnten irgendwelche Family Offices.
No sweat mein Lieber! 🙂 Ich bin ein großer Junge und meine Frau achtet schon darauf, dass ich keinen allzu großen Blödsinn mache. Dass Copy Trading nimmt sie mir immer noch übel (das war… nur so halb abgesprochen 😇). Ich hoffe, mittelfristig mal ins Plus zu kommen, dann sollte sich das wieder relativieren. 😉
D.h. du denkst, dass du mit Trendfolge sowie Long Volatility bringen dir die Rendite. Mit Trendfolgern gibt es ein paar Probleme: der so gerne und oft zitierte Satz "Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen" funktioniert meistens nichts. Auch von Norbert wird er im Whitepaper mehrfach zitiert. Wenn es so einfach wäre, würde es jeder so machen.
Nach meinem Verständnis erreicht man mit dem DA-Ansatz typischerweise nicht die Rendite, die ein rein passiver Beta-Ansatz bringt, erzielt also langfristig keine Outperformance; bestenfalls zu bestimmten Zeitpunkten. Mit hinreichend langer Zeitachse (Übertreibung veranschaulicht: 200 Jahre) wird der passiv-Beta besser fahren. So alt wird aber niemand.
18.8% sind im Vergleich tatsächlich gering. Du hast etwas geschrieben von 10 Jahren Anlagehorizont. Dann wärst du 52. Reichen dir die 20% dann? Bzw. warum hast du dort eine Verlustaversion (so lese ich das zwischen den Zeilen)?
Ich denke, dass viele Leute, die eine eigene Immobilie haben, ähnlich niedrige Werte aufweisen würden. Wir sind noch sechs Monate davon entfernt, unsere Immobilie schuldenfrei zu haben, und eine ETW in der Großstadt ist nun mal kein günstiges Unterfangen. r/Finanzen sagt „ETF und mieten ist besser“, aber allein, dass wir nach der Rückkehr aus dem Ausland keine Wohnung suchen mussten und unsere Kinder „stabil einschulen“ konnten, ist - ich zitiere Mastercard - unbezahlbar. Nomadentum ist für die ganzen Mitte-20-IT-guys ja schön und gut - mit Kind und Kegel ändern sich die Prioritäten.
Die Ziel-Allokation des Nicht-Immo-nicht-bAV-Vermögens sieht 75% im ETF-Depot vor, aktuell liegt der Anteil bei etwas über 50%, bin also nicht wirklich konservativ. Ich bespare ETFs systematisch zudem überhaupt erst seit Ende 2018, bin also schon erheblich weit gekommen.
Timing the market und so.
Aus meiner Sicht passt dieser Spruch nicht ganz. Timing the market bezieht sich auf die langfristige Investition in den Aktienmarkt. Ob aktive Strategien wie Trendfolge bzw. Long Volatility langfristig (10/20+ Jahre) schlagen werden nach Kosten: ich bezweifle es stark.
Du hast das Argument gebracht, dass gerade kein guter Zeitpunkt wäre, in eine Krisen-Alpha-Strategie einzusteigen. Ich denke, dass der Zeitpunkt egal wäre, sogar noch etwas egaler als am Aktienmarkt.
Ich bin durchaus begeisterungsfähig, und höre mir neue Sachen gerne an, das ja.
Geht mir genau so. An dieser Stelle stand ich bereits vor 2-3 Jahren, als Norbert noch als smartinvestor in den FW-Kommentaren rumgesprungen ist. Bis heute hat mich die Strategie noch nicht überzeugt, auch nach dem Lesen des Whitepapers nicht.
Klar, vieles von dem was dort erwähnt wird, klingt erstmal plausibel. Viele der Sachen funktionieren aber nur in der Theorie (Verluste begrenzen) - in der Praxis hapert es zumeist an der Umsetzung. Was ich immer wieder schön finde: Norbert fühlt sich hier in einer absoluten Vorreiterrolle.
Nach meinem Empfinden mehr für die Verfügbarmachung als für die zugrunde liegenden Theorien, aber jeder wird das anders lesen und interpretieren.
Nochmal in aller Klarheit: Ich habe wahrscheinlich deutlich größere Baustellen, die ich vorher klären sollte (zwei Riester und drei (!) Rürup-BU-Kombi-Verträge, eine PRV), und ich bin hinsichtlich DAs ebenfalls im Trau-schau-wem-Modus. Ich finde aber nicht alles so schlecht, wie es gemeinhin dargestellt wird und DA ist in meinen Augen weit von Prokon, Wirecard und Bernie Maddoff entfernt; und vermutlich ein weit besseres Produkt als das, was man bei den netten Banken am Ort bekommen würde. Aber das ist nur eine Vermutung.
Und eyyo @norbertm, hast Du den Artikel von Finanzen? Erklärt! Schon gesehen?
https://www.finanzen-erklaert.de/volatilitaet-und-sichere-entnahmerate/
Macht Ihr Aussagen zur zu erwartenden Rendite-Reduktion einerseits und zur veränderten Volatilität andererseits?
Geld hat mit Vertrauen zu tun, vor allem wenn es um viel Geld geht.
ich bin ganz bei dir
Mit hinreichend langer Zeitachse (Übertreibung veranschaulicht: 200 Jahre) wird der passiv-Beta besser fahren. So alt wird aber niemand.
Ich würde das gar nicht auf so lange Zeit sehen (und ja, ich habe die Übertreibung gesehen). Aus meiner Sicht werden bereits 10 Jahre reichen, siehe meinen Verweis auf die Warren Buffett Wette weiter oben.
2-3% Mehrkosten pro Jahr zu haben wird dir auf Dauer die Rendite versemmeln, selbst mit dem Ansatz des Passiv-Beta nicht outperformen zu wollen.
allein, dass wir nach der Rückkehr aus dem Ausland keine Wohnung suchen mussten und unsere Kinder „stabil einschulen“ konnten, ist - ich zitiere Mastercard - unbezahlbar.
Kann ich sehr gut verstehen, und es ist nichts was man mit Geld allein bewerten kann.
Ich bespare ETFs systematisch zudem überhaupt erst seit Ende 2018, bin also schon erheblich weit gekommen.
Glückwunsch dazu. Der Kommentar zur Höhe der ETF-Allokation sollte keine Kritik sein! Ich habe es eher im Gesamtblick der Asset Allokation gesehen.
Ich denke, dass der Zeitpunkt egal wäre, sogar noch etwas egaler als am Aktienmarkt.
Genau das denke ich nicht. Krisen-Alpha hatte einen guten Lauf in den letzten Monaten. Nach "reversion to the mean" wird sich das wieder glätten. Da du die finanzielle Freiheit noch nicht erreicht hast und noch in der "Ansparphase" bist: ich kaufe jetzt lieber günstig einen AllWorld und freue mich, dass ich mehr für mein Geld bekomme.
Nochmal in aller Klarheit: Ich habe wahrscheinlich deutlich größere Baustellen, die ich vorher klären sollte (zwei Riester und drei (!) Rürup-BU-Kombi-Verträge, eine PRV),
Danke für deine Offenheit! Ich denke das Thema Riester hat BW schon mehrfach abgehandelt. Rürup hat sich aus meiner Sicht nur für Selbständige gelohnt (in speziellen Fällen), allerdings ohne BU Kombination.
Ich finde aber nicht alles so schlecht, wie es gemeinhin dargestellt wird und DA ist in meinen Augen weit von Prokon, Wirecard und Bernie Maddoff entfernt; und vermutlich ein weit besseres Produkt als das, was man bei den netten Banken am Ort bekommen würde.
Ja, DA ist sicherlich nicht in die gleiche Kategorie einzuordnen wie Wirecard oder ein Bernie Maddoff. Und vermutlich auch etwas besser als viele Bankprodukte. D.h. aber nicht zwangsläufig, dass es das richtige Produkt für dich ist.
Aus meiner Sicht kann man sich in der Endphase des Ansparens darüber Gedanken machen (Stichwort: defensivere Strategien fahren). Wobei man selbst da genau hinschauen sollte. DA verkauft ihr Produkt als die eiermilchlegende Wollsau (aktienähnliche Rendite bei niedrigerer Volatilität). Ich habe halt meine Zweifel über längere Zeiträume.
Wenn es dir darum geht, Vermögen zu bewahren: dafür kann ich die SWR-Serie von BigERN empfehlen. Karsten traue ich da deutlich eher über den Weg als jemanden, der mit Einstein-Zitaten um sich wirft.

