Ein paar Gedanken aus dem Netz zur Frage, MSCI World oder S&P500 ?
Wer die Netflix Serie "der smarte Umgang mit Geld" gesehen hat fragt sich vielleicht, warum die dort dauernd den S&P500 empfehlen. Auch Warren Buffet empfiehlt den S&P500 für die Zeit nach seinem Tod.
Anbei ein paar Gedanken zum Reflektieren.
Persönliche Meinung: wie schon anderweitig geschrieben, kann man aus meiner Sicht auch den S&P500 kaufen. Das IST die Welt, alle diese Firmen handeln global und verdienen global ihr Geld. Die USA sind der entwickeltste Kapitalmarkt der Welt.
Eine Diversifikation im Sinne von "ich brauche auch EU" ist eigentlich sehr sinnfrei bei so eng verzahnten globalen Märkten. Es gibt keine Phase wo die EU Aktienmärkte performen und die USA nicht. Das läuft alles im Gleichklang. Und die S&P500 Unternehmen sind in der EU ebenfalls massiv vertreten. Sehr Ähnliches gilt für Asien.
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Quelle: ExtraETF
Ein ETF auf den MSCI World ist der Klassiker für Einsteiger und auch viele erfahrene Anlegerinnen und Anleger haben ihn im Depot. Keine schlechte Wahl. Doch es gibt auch eine Alternative, die sogar noch besser performt.
Auch ich habe irgendwann mal mit einem MSCI World ETF angefangen. Damit kann man nicht viel falsch machen, investiert man doch in viele verschiedene Unternehmen auf der ganzen Welt, richtig? So habe ich damals gedacht und so denken sehr viele Einsteiger. Bis sie irgendwann merken: Ganz so global investiert etwa der iShares Core MSCI World UCITS ETF (WKN: A0RPWH) nicht. Lediglich Unternehmen aus 23 Industriestaaten sind enthalten, Schwellenländer spielen keine Rolle. Mehr noch, Über 68 Prozent der Unternehmen kommen aus den USA. Warum heißt der ETF dann so? Eigentlich ganz einfach: Weil er eben nicht die Welt widerspiegelt, sondern die Weltwirtschaft.
Schwerpunkt Vereinigte Staaten
Heißt: Die USA machen den Großteil des ETFs aus. Das ist für mich eigentlich auch gar kein Problem – schließlich dominieren die USA eben nach wie vor die Weltwirtschaft und auch den Aktienmarkt und wenn man sich nicht vor Großkonzernen wie Amazon und Co. scheut, kann man durch entsprechende ETFs immerhin ein kleines Stück vom Kuchen abhaben. Klar war daher für mich: Ein USA-Schwerpunkt im Portfolio schadet nicht. Wichtig finde ich aber auch die Berücksichtigung von Schwellenländern und Europa, doch das ist ein anderes Thema.
Am Ende ist der MSCI World ETF in meinem Portfolio einem anderen ETF mit noch wesentlich klarerem USA-Schwerpunkt gewichen. Jetzt investiere ich in den iShares S&P 500 UCITS ETF (WKN: A0YEDG). Der Grund dafür ist schnell genannt: Die Performance.
Ähnliche Zusammensetzung – unterschiedliche Performance
Denn schaut man sich die Top-Positionen beider ETFs an, fällt natürlich auf, dass die Top10 aus den exakt selben Unternehmen besteht, lediglich die Gewichtungen sind unterschiedlich. Insgesamt hat der MSCI World natürlich wesentlich mehr Positionen. Über 1600 Unternehmen sind vertreten, im S&P 500 sind es, wie er Name schon sagt, nur die 500 größten börsennötierten US-Unternehmen.
Das zeigt sich in der Performance – der S&P 500 hat die Nase immer ein bisschen vorn. 2021 etwa konnte er ein Plus von 40,89 Prozent einfahren, während der MSCI World 32,94 Prozent Gewinn verzeichnete. Auf drei Jahre gesehen liegt der S&P 500 bei einem satten Plus von 72, 29 Prozent, auf fünf Jahre gerechnet sogar bei 104,58 Prozent! In den gleichen Zeiträumen legte der MSCI World um jeweils 56,83 Prozent beziehungsweise 77,44 Prozent zu.
Wer sich also am US-Schwerpunkt nicht stört, kann ruhigen Gewissens den S&P 500 dem MSCI World vorziehen und die Gewinne maximieren. Und wer wirklich global investieren möchte, sollte ohnehin einen anderen ETF wählen – etwa den iShares MSCI ACWI UCITS ETF (WKN: A1JMDF).
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Quelle: onvista
Mit einem ETF Millionär werden und dabei auf Indexfonds wie den MSCI World oder den S&P 500 setzen? Ja, das ist definitiv möglich. Wobei es eher ein mathematisches Rätsel ist als eines, das den Ansatz betrifft. Wir alle kennen die durchschnittlichen realistischen Renditen und die langfristigen Möglichkeiten. Und ein wenig konservativ kalkuliert, und ein Sparplanrechner spuckt passende Eckdaten aus.
Dein Ansatz ist trotzdem in gewisser Weise entscheidend. Wer mit einem ETF Millionär werden möchte, der sollte sich auf die entscheidenden Dinge konzentrieren, und nicht auf Nebensächlichkeiten und vor allem nicht auf die kurzfristige Performance.
Mit einem ETF Millionär werden: MSCI World oder S&P 500?
Zunächst einmal kann die Auswahl des Indexfonds entscheidend sein, ob man mit einem ETF Millionär werden kann. Oder eben nicht. Für gewöhnlich wird die durchschnittliche Rendite marktübergreifend zwischen 7 und 9 % p. a. angegeben. Aber zwischen diesen 7 und den 9 % liegen eigentlich Welten. Wobei dem MSCI World stets eine Nähe zu 7 % nachgesagt wird, der S&P 500 zum Beispiel eine Nähe zu 9 %.
Das heißt, dass Fokus entscheidend sein kann. Oder der Fokus auf einen wirklich guten, wachstumsstarken qualitativen Markt und nicht auf möglichst viele Märkte. Zwischen 7 und 9 % Rendite p. a. liegt langfristig orientiert ein besonderer Unterschied. Mit 100.000 Euro Startkapital und dem unteren Richtwert hat man nach 30 Jahren zum Beispiel 761.000 Euro rein rechnerisch. Mit 9 % p. a. hingegen 1,3 Mio.
Wir sehen anhand dieses Rechenbeispiels sehr einfach, dass die Indexwahl entscheidend ist, ob man mit einem ETF Millionär werden kann. Beziehungsweise, dass man vom Ansatz her versuchen sollte, direkt möglichst viel Rendite zu erhalten, um den Zinseszinseffekt konsequent zu unterfüttern.
Kein Timing, aber das Nutzen von Chancen
Wer mit einem ETF Millionär werden möchte, der sollte nicht auf Timing setzen. Das umfasst zum einen einen langfristigen Buy-and-Hold-Ansatz. Der wiederum kann auch mit einem Sparplan verknüpft sein, um automatisiert und mit dem Cost-Average-Effekt zu investieren. Aber es schadet gewiss auch nicht, besonders günstige Chancen langfristig orientiert zu nutzen.
Wenn der S&P 500 beispielsweise von über 4.000 Punkten bis auf unter 3.000 Zähler herabfallen sollte, so kann es vielleicht ratsam sein, den Einsatz einmal deutlich zu erhöhen. Geht der Abverkauf auf 2.500 Punkte herunter, ist das Nachinvestieren womöglich noch einmal eine Alternative und auch darunter kann man den breiten Markt günstiger einsammeln. Und damit langfristig das Renditepotenzial entsprechend erhöhen.
Timing ist irrelevant, um mit einem ETF Millionär zu werden. Das Ausnutzen günstiger Chancen und das langfristige Investieren mit einem Buy-and-Hold-Ansatz und nach einem Crash mit einer überproportional hohen Rendite ist hingegen ein Katalysator auf deinem Weg.
Der Artikel MSCI World oder S&P 500 & mehr: Wer mit einem ETF Millionär werden möchte, sollte die richtigen Dinge priorisieren ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.
@mrtn wie viel in dem Artikel ist von dir? Bzw. wie viel ist von Onvista bzw. Motley Fool?
Wer sich also am US-Schwerpunkt nicht stört, kann ruhigen Gewissens den S&P 500 dem MSCI World vorziehen und die Gewinne maximieren
Hier gibt es ein paar Dinge zu beachten. Die Empfehlung von Warren Buffett kam daher, dass er in den USA wohnt. Wenn man in einem anderen Land als den USA wohnt, sollte man auch das Thema Währungen auf dem Schirm haben. Momentan verschiebt sich das beim EURUSD zugunsten des USD, aber das muss nicht immer so sein. Man sollte also immer auch die Währung des eigenen Wohnlandes im Hinterkopf haben.
Wobei dem MSCI World stets eine Nähe zu 7 % nachgesagt wird, der S&P 500 zum Beispiel eine Nähe zu 9 %
Hier sollte man die Zeitreihen nicht zu kurz wählen. Ja, der S&P500 hat in den letzten 10 bzw. 13 Jahren die Developed bzw. Emerging Markets outperformed. Wird das in den nächsten Jahrzehnten so bleiben? Das weiss man nicht.
Eine Streuung mit einem All-World ist insofern der bessere Ansatz, weil man neben den USA auch Developed und Emerging Markets mit inkludiert. Sollten diese irgendwann mal wieder anziehen, hat man diese im Boot. Der reine Fokus auf den S&P 500 ist die Wette darauf, dass die USA in den kommenden Jahrzehnten weiterhin die Weltwirschaft dominieren werden.
Und ja, ich weiss auch dass viele der S&P 500 Unternehmen weltweit unterwegs sind. Trotzdem finde ich die Fokussierung rein auf die USA als Nicht-US-Amerikaner gewagt.
Mit 100.000 Euro Startkapital und dem unteren Richtwert hat man nach 30 Jahren zum Beispiel 761.000 Euro rein rechnerisch. Mit 9 % p. a. hingegen 1,3 Mio.
Ich habe den entscheidenden Punkt mal fett markiert. Der Zinseszins schlägt halt erst auf lange Laufzeiten richtig durch. Wenn man bei Onvista und Motley Fool also mal ehrlich wäre, müsste man in den Zeitreihen für die Analysen auch 30 Jahre zurück gehen. Machen sie nur meist nicht.
Wenn der S&P 500 beispielsweise von über 4.000 Punkten bis auf unter 3.000 Zähler herabfallen sollte, so kann es vielleicht ratsam sein, den Einsatz einmal deutlich zu erhöhen. Geht der Abverkauf auf 2.500 Punkte herunter, ist das Nachinvestieren womöglich noch einmal eine Alternative und auch darunter kann man den breiten Markt günstiger einsammeln. Und damit langfristig das Renditepotenzial entsprechend erhöhen.
Bevor man das machen kann, muss man sich entscheiden, wie hoch der risikobehaftete Anteil sein soll und wie hoch der risikolose Anteil. Nur wenn man einen risikolosen Anteil hat, kann man überhaupt mehr investieren. Sonst ist nämlich kein Geld dafür da.
Diese Abschnitt ist sehr mit Vorsicht zu geniessen. Da steckt viel zu viel gefährliches Halbwissen drin. Es macht mehr Sinn, sich auf einen Betrag festzulegen den man monatlich in Aktien investieren kann und das dann per Sparplan durchzuziehen. Mit der beschriebenen Vorgehensweise muss man sich klare Regeln setzen, ab wann man mehr Geld investieren möchte (so man denn welches hat). Das ist dann schon wieder Market Timing. Zudem würde man bei zusätzlichen Investitionen den risikolosen Anteil verringern, es sei denn man macht ein stures prozentuales Rebalancing.
Timing ist irrelevant, um mit einem ETF Millionär zu werden. Das Ausnutzen günstiger Chancen und das langfristige Investieren mit einem Buy-and-Hold-Ansatz und nach einem Crash mit einer überproportional hohen Rendite ist hingegen ein Katalysator auf deinem Weg.
Argh. Ich beisse hier grad schon wieder in die Tischkante! "Ausnutzen günstiger Chancen" - in der Theorie ja, in der Praxis nicht ganz so einfach umzusetzen.
@mrtn wie viel in dem Artikel ist von dir? Bzw. wie viel ist von Onvista bzw. Motley Fool?
Moin, hab ich doch geschrieben und mit Trennzeichen versehen. Das ist eines der wenigen Male, wo ich mich Copy & Paste bedient hab um den Start des Threads zu gestalten.
Man sollte also immer auch die Währung des eigenen Wohnlandes im Hinterkopf haben.
Ja schon aber praktisch aus EU Sicht: fast unmöglich. Der US Anteil im MSCI spricht für sich selbst. Man kann in Euro aufgelegte MSCI ETFs kaufen - was sinnfrei ist 🤣 Aber cooles Marketing ist es.
Ich habe den entscheidenden Punkt mal fett markiert. Der Zinseszins schlägt halt erst auf lange Laufzeiten richtig durch. Wenn man bei Onvista und Motley Fool also mal ehrlich wäre, müsste man in den Zeitreihen für die Analysen auch 30 Jahre zurück gehen. Machen sie nur meist nicht.
Das ist so oder so der Knackpunkt. Werden alle 30 Jahre durchhalten, die heute ETFs kaufen? Oder werden sie nach einem Jahr schon abspringen? Ich habe da so ein paar Erfahrungswerte🙃
Die Community hilft, weil es psychologisch eine Stütze sein kann.
Argh. Ich beisse hier grad schon wieder in die Tischkante! "Ausnutzen günstiger Chancen" - in der Theorie ja, in der Praxis nicht ganz so einfach umzusetzen.
Schafft fast keiner auch wenn es stimmt. Das wissen wir beide.
Wir hatten in den wenigen letzten Wochen schon X- Abgesänge auf Aktien und MSCI. Und das auch auf grossen Blogs. Ich kaufe nie wieder Aktien mimimi... Es ist so lächerlich wie vorhersehbar.
Wer hat denn schon einen richtigen Crash von denen erlebt?
Mein Eindruck ist, dass schon 10% Minus bei vielen die Schmerzgrenze ist. Und da kommt ins Spiel was ich seit 3 Jahren sagen: die meisten sind in der falschen Risikoklasse.
Leider wird bei dieser Inflation nun eine massive Enteignung beginnen, die manche Crashpropheten zwar vorhersagten, aber auf dem falschen Weg.
2-3 Jahre Inflation auf dem Niveau und das Schuldenthema ist auch durch. Allerdings lohnt sich das nur, wenn es bis dahin nicht zum Bürgerkrieg kommt.
Man kann in Euro aufgelegte MSCI ETFs kaufen - was sinnfrei ist
Aber cooles Marketing ist es.
Die Währung des ETF spielt doch überhaupt keine Rolle. Also egal ob du einen MSCI World in USD, EUR, CHF oder eritreischen Nakfa kaufst. Die Anteile werden entsprechend umgerechnet, und die ETF-Titel dotieren eh in ihrer jeweiligen Ausgabewährung.
Werden alle 30 Jahre durchhalten, die heute ETFs kaufen? Oder werden sie nach einem Jahr schon abspringen? Ich habe da so ein paar Erfahrungswerte
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Ich habe da auch Erfahrungswerte, vor allen Dinge meine eigenen 😉 Mich wurmen halt die 30 Jahre, von daher ist die Sache mit dem "kauf ETFs und profitiere vom Zinseszins" für mich so eine Binsenweisheit. Ja, man muss erstmal 30 Jahre durchhalten. Wenn ich das mit der finanziellen Freiheit aber schneller schaffen möchte, dass sind ETFs nicht das Allheilmittel.
Ich kaufe nie wieder Aktien mimimi... Es ist so lächerlich wie vorhersehbar.
Genau jetzt ist doch die Zeit, Aktien zu kaufen. Ich weiss das als jemand, der viele Jahre mit einigem Geld an der Seitenlinie gestanden hat. Ich freue mich über die aktuellen Kurse, auch wenn ich nicht alles per lump-sum investiere. Für mich heisst das, die monatliche Investition ein bisschen zu erhöhen.
Wer hat denn schon einen richtigen Crash von denen erlebt?
Im Prinzip keiner. Selbst MMM hat doch auch erst nach der Financial Crisis 2009 mit dem Blog angefangen. Seine Investitionen müsste ich nochmal anschauen, aber ich glaube nicht dass er schon vorher viel investiert hat. Kann mich aber auch täuschen.
Und da kommt ins Spiel was ich seit 3 Jahren sagen: die meisten sind in der falschen Risikoklasse.
Jepp. Die meisten haben ihre Risikotoleranz klar überschätzt. Allerdings nicht weiter verwunderlich bei den Renditen in den letzten Jahren seit 2009.
2-3 Jahre Inflation auf dem Niveau und das Schuldenthema ist auch durch
Hier widersprichst du dir selber etwas. Ab nächstem Jahr sind wir vermutlich eher wieder bei 0% Inflation. Ich glaube nicht, dass wir 2-3 Jahre lang solch hohe Inflationsraten haben werden. 0% Inflation im nächsten Jahr heisst ja nur, es bleibt auf dem hohen Niveau wie dieses Jahr.
Allerdings lohnt sich das nur, wenn es bis dahin nicht zum Bürgerkrieg kommt.
Ich hole schon mal den Kuchen raus. Oder besser: ich buche schon mal das Flugticket woanders hin. Fragt sich nur wohin und wann. Wäre cool, wenn es so etwas wie LEAPS (langfristige Optionen) für Flugtickets gäbe. Also heute buchen, aber einlösen kann man es über einen längeren Zeitraum. Hey, vielleicht habe ich hier gerade eine Geschäftsidee für Gutbetuchte gefunden 🤣
Man kann in Euro aufgelegte MSCI ETFs kaufen - was sinnfrei ist
<img class="emoji" role="img" src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/svg/1f923.svg" alt="🤣" /> Aber cooles Marketing ist es.
Die Währung des ETF spielt doch überhaupt keine Rolle. Also egal ob du einen MSCI World in USD, EUR, CHF oder eritreischen Nakfa kaufst. Die Anteile werden entsprechend umgerechnet, und die ETF-Titel dotieren eh in ihrer jeweiligen Ausgabewährung.
Hab ich doch geschrieben.
Genau jetzt ist doch die Zeit, Aktien zu kaufen.
100% agree
Hier widersprichst du dir selber etwas. Ab nächstem Jahr sind wir vermutlich eher wieder bei 0% Inflation. Ich glaube nicht, dass wir 2-3 Jahre lang solch hohe Inflationsraten haben werden. 0% Inflation im nächsten Jahr heisst ja nur, es bleibt auf dem hohen Niveau wie dieses Jahr.
Jein. WENN die Inflation auf dem Niveau bleiben würde...
Denke ich das? Offen gesagt, ist das derzeit noch etwas unklar. Ursprünglich bin ich nicht davon ausgegangen. Aber nach derzeitigen Prognosen werden wir 2023 auch noch ein hartes Jahr haben. Aber schauen wir mal...
Ich hole schon mal den Kuchen raus. Oder besser: ich buche schon mal das Flugticket woanders hin.
Leider keine Schwarzmalerei. Ich mache mir ernsthafte Sorgen für die nächsten Monate.
MSM kann noch so viel manipulieren, wenn die Leute schlichtweg kein Geld haben, wird das nicht reichen. Kein Geld für Essen, Heizung und Wohnen.
Edit: 2023 natürlich (geändert von 2024)
Hab ich doch geschrieben.
🙄ei ei ei. Heute morgen habe ich es echt nicht so mit Lesen...
Aber nach derzeitigen Prognosen werden wir 2024 auch noch ein hartes Jahr haben
Wir haben noch nicht mal 2023, und du bist schon bei 2024? 🤔
MSM kann noch so viel manipulieren, wenn die Leute schlichtweg kein Geld haben, wird das nicht reichen. Kein Geld für Essen, Heizung und Wohnen.
Diese Gefahr sehe ich auch. Es wird bei einigen Leuten sehr knapp werden. Und hier sehe ich die grosse Gefahr für ein Abdriften nach Rechts. Wenn Leute nichts mehr zu verlieren haben, wird es bitter.
Again we're painting black...
Aber nach derzeitigen Prognosen werden wir 2024 auch noch ein hartes Jahr haben
Wir haben noch nicht mal 2023, und du bist schon bei 2024?
mir geht es wie Dir 🤣
Ich meinte natürlich 2023.
Ich habe mir für die USA sogar fünf unterschiedliche ETFs ins Depot gelegt:
- S&P 500 (ishares)
- NASDAQ (Vanguard)
- Dividend Aristocrats (SPDR)
- MSCI Small Cap (ishares)
- Wide Moat (Aktien mit tiefen Burggraben) (van Eck)
Ist zwar eigentlich overkill, aber mir macht das Diversifizieren einfach Spass. Auch über Fondsgesellschaften.
Auf zwei der ETFs läuft noch ein Sparplan, den Rest habe ich schon in der Zielgrösse, in der ich sie haben will.
Ansonsten: Die Ölpreise sind am Fallen und die Gaspreise fallen an den Börsen jetzt auch. Bei den Gaspreisen könnte es nach meinem Gefühl noch mal deutlich hoch gehen (im Winter), aber danach werden sich hoffentlich die globalen Lieferketten und die lokalen Verhandlungsweisen angepasst haben. Ich bin da optimistisch.
Das ist schon wieder nicht das Ende!
Ist zwar eigentlich overkill,
Hätte eher gesagt, das es da massive Überschneidungen geben wird.
Ich glaube zwar nicht, dass es Firmen gibt, die in allen 5 ETF enthalten sind. Aber in 3 oder 4.
aber mir macht das Diversifizieren einfach Spass.
gegen Spass kann man scher argumentieren ...
Was bisher noch nicht angesprochen wurde, bei bestimmten Fonds mit US-Aktien gibt es einen Quellensteuervorteil, wenn man keinen Replikanten, sondern einen Swapper kauft.
(ab min 3)
Wie sieht es in der Realität aus?
Blackrock hat vor knapp 2 Jahren einen neuen Swapper für den S&P500 herausgebracht. Parallel zu den bestehenden Replizierern! Daraus könnte man schließen, dass der Steuervorteil nicht zu vernachlässigen ist.
Ich habe mal zwei altgediente S&P500 ETF verglichen, einen Swapper (Invesco) und einen Replizierer (IShares). Die Historie geht über 12 Jahre, der Swapper hat am Ende einen Vorteil von knapp 3,5%. Das ist nicht kriegsentscheidend, aber wenn es nichts kostet ...
https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B3YCGJ38,IE00B5BMR087
Auf zwei der ETFs läuft noch ein Sparplan, den Rest habe ich schon in der Zielgrösse, in der ich sie haben will.
Wichtig ist, dass du einen Plan hast warum du diese ETFs besparst. Ich vermute bei dir, dass dein Depot schon eine gewisse Grösse erreicht hat und du deshalb auch über Fondsgesellschaften streust.
Eine kleines Wort der Warnung an die (stillen) Mitleser, die noch am Anfang ihrer Investmentkarriere stehen: eine Streuung wie von @lichtenberg99 beschrieben, macht aus meiner Sicht (!) erst ab Depotgrössen von 500k oder eher 1 Mio. EUR/USD Sinn. Bei kleineren Depots ist man mit einem All-World erstmal besser bedient.
D.h. nicht, dass @lichtenberg99 mit der Auswahl schlecht fährt. Er startet einfach von einem anderen Punkt.
Hätte eher gesagt, das es da massive Überschneidungen geben wird.
Ich glaube zwar nicht, dass es Firmen gibt, die in allen 5 ETF enthalten sind. Aber in 3 oder 4.
Ich würde mal wieder ein klares "Jein" zum Besten geben. Schauen wir uns die ETFs mal schnell an:
- S&P 500 (ishares)
- NASDAQ (Vanguard)
- Dividend Aristocrats (SPDR)
- MSCI Small Cap (ishares)
- Wide Moat (Aktien mit tiefen Burggraben) (van Eck)
S&P500 - die grössten 500 Unternehmen in den USA. So weit, so klar.
NASDAQ - ich vermute es ist der NASDAQ 100. Maximalüberschneidung mit dem S&P ist 100, wobei die Zahl kleiner ist. Der NASDAQ ist ein Tech-Index. Klar, man hat vermutlich die FAANG-Aktien drin.
Dividend Aristocrats - (klick) 119 Unternehmen mit Dividendenfokus. Kein FAANG.
MSCI Small Cap - definitiv kein S&P500, da nur Small Caps vertreten sind
Wide Moat - (klick) 71 Titel, davon nur Microsoft als einer der grossen Tech-Unternehmen in den Top10. Überschneidungen mit dem S&P500 wird es teilweise geben, wobei die Länderverteilung relativ gut aussieht ("nur" 58% USA).
Ich denke die Auswahl ist relativ gut, auch wenn es an der Spitze Überschneidungen geben kann (hauptsächlich durch S&P500 sowie NASDAQ). So wie ich @lichtenberg99 einschätze, hat er sich darüber aber schon Gedanken gemacht 🙂
Ich habe mal zwei altgediente S&P500 ETF verglichen, einen Swapper (Invesco) und einen Replizierer (IShares). Die Historie geht über 12 Jahre, der Swapper hat am Ende einen Vorteil von knapp 3,5%. Das ist nicht kriegsentscheidend, aber wenn es nichts kostet ...
Schauen wir uns das im Detail mal an (link der Swapper, rechts der Replizierer):
3.2% Plus nach 10 Jahren. Sieht erstmal gut aus. Wenn wir genauer hinschauen, sehen wir folgendes:
0.05% TER für den Swapper, 0.07% für den Replizierer. Auf 10 Jahre gerechnet kommt da schon was zusammen. We dive deeper:
Eine leicht andere Zusammensetzung der Positionen. Das kann die 3.2% über 10 Jahre auch erklären. Last, but not least:
Der Swapper hat Fremdwährungsanteile und keine Kassenbestand, der Replizierer hat nur USD und 0.18% Kasse.
Wenn ich all die Dinge mal zusammen nehme, dann sind das mehrere Faktoren die für den Unterschied sprechen. Am Ende interessiert es natürlich nicht, wenn du mehr Rendite hast. Ob es in den nächsten 10 Jahren weiterhin so sein wird, steht auf einem anderen Stern. Beim Swapper hast du grössere Ausfallrisiken beim Emitenten.
Ich denke die Auswahl ist relativ gut, auch wenn es an der Spitze Überschneidungen geben kann (hauptsächlich durch S&P500 sowie NASDAQ). So wie ich @lichtenberg99 einschätze, hat er sich darüber aber schon Gedanken gemacht
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Danke für die Blumen. Ja, natürlich habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wobei ich sicher nicht der Fraktion "analysis paralysis" angehöre. Aus meiner Sicht sind das alles ETFs, die unter bestimmten Umständen gut funktionieren. Und diese Umstände sind unterschiedlich je ETF. Und historisch haben die überwiegend entweder eine gute Performance oder sind in Krisen ein wenig resistenter (siehe Dividend Arictocrats).
Aber am Ende machen diese Fonds auch wieder nur 1/3 meines Aktiendepots aus - meine Zielquote für die USA. Mein gesamter USA Anteil ist kleiner als im MSCI World - und das war in den letzten Jahren kein Vorteil!!!
Eine kleines Wort der Warnung an die (stillen) Mitleser, die noch am Anfang ihrer Investmentkarriere stehen: eine Streuung wie von @lichtenberg99 beschrieben, macht aus meiner Sicht (!) erst ab Depotgrössen von 500k oder eher 1 Mio. EUR/USD Sinn. Bei kleineren Depots ist man mit einem All-World erstmal besser bedient.
Definitiv. Die ersten 100 k€ würde ich aktientechnisch nicht streuen.
Persönliche Meinung: wie schon anderweitig geschrieben, kann man aus meiner Sicht auch den S&P500 kaufen. Das IST die Welt, alle diese Firmen handeln global und verdienen global ihr Geld. Die USA sind der entwickeltste Kapitalmarkt der Welt.
Eine Diversifikation im Sinne von "ich brauche auch EU" ist eigentlich sehr sinnfrei bei so eng verzahnten globalen Märkten. Es gibt keine Phase wo die EU Aktienmärkte performen und die USA nicht. Das läuft alles im Gleichklang. Und die S&P500 Unternehmen sind in der EU ebenfalls massiv vertreten. Sehr Ähnliches gilt für Asien.
Hallo mrtn, würdest du also, wenn es um das Sparen für die Rente geht, auch den S&P500 empfehlen? Eventuell sogar einem MSCI World oder All World vorziehen?
Hallo mrtn, würdest du also, wenn es um das Sparen für die Rente geht, auch den S&P500 empfehlen? Eventuell sogar einem MSCI World oder All World vorziehen?
Hallo Robin,
ja es ist schon durchgeklungen 🙂 Ich hab mit dem S&P 500 keine Probleme und sehe das echt schmerzfrei.
Man darf nie vergessen, dass die 500 Top Unternehmen der USA nicht einfach US-Unternehmen sind. Es sind Global Player die überall auf der Welt Geld verdienen und aktiv sind.
Über den MSCI World bist Du noch breiter gestreut, klar. Aber es gibt kein Szenario wo die USA untergeht und der Rest der Welt im Aufschwung ist. Falls Du sowas aber für die nächsten 50 Jahre für möglich hältst, dann nimm den MSCI World.
Persönlich sehe ich es so: die nächsten 10-20 Jahre Vermögen aufbauen: dann ist der S&P 500 ohne Probleme gut dafür.
Wenn man aber noch mehr Zeit hat, gerade die jungen Leute, dann den MSCI. 😉 In Deinem Fall würde ich daher den MSCI World nehmen. Je nach Situation und Sparraten kannst Du ja einen Rentensparplan für den MSCI World machen und einen für 10 Jahre + auf den S&P 500.
In Deinem Fall würde ich daher den MSCI World nehmen.
Darf ich intervenieren? 😉 Ich würde statt dem MSCI World eher den FTSE All-World nehmen (das ist der Index, welchen der Vanguard AllWorld Fonds verwendet). Meine Gründe dafür: im MSCI World fehlen die Emerging Markets. In einem AllWorld hat man den Vorteil, dass es einem egal sein kann, welche Märkte sich wie entwickeln. D.h. wenn zukünftig die Emerging Markets einen grösseren Anteil haben (z.B. weil China oder Indien im globalen Aktienmarkt wachsen) dann ist man dabei. Sollten die Developed Markets wachsen (glaube ich kurzfristig nicht dran), dann ist man auch dabei. Beim S&P500 setzt man halt nur auf die USA. Wobei die Anmerkung schon richtig war: wenn es mit den USA bergab geht, dann vermutlich auch mit dem Rest des globalen Aktienmarktes.
@robin du kommst zu einem guten Zeitpunkt. Die Aktienmärkte sind aktuell gerade in einer Korrektur, d.h. wenn du jetzt anfängst einen Sparplan aufzulegen (mit Geld, dass du nicht kurz- oder mittelfristig benötigst), dann bekommst du mehr Anteile für deine Investition.
@weip321
Wenn man unbedingt Vanguard meiden oder bei MSCI bleiben will, dann könnte man mit dem ACWI oder dem ACWI IMI kontern.
Das wäre meinerseits unpassend weil ich selbst den Vanguard nutze.
Gegen die ACWI (IMI) spricht (in meinem Fall), dass sie alle thesaurierend sind.
Beim IMI (Investable Market Index = auch die smal cap sind enthalten) kommt noch dazu, dass er verhältnismäßig wenige Werte selbst hält und seinen Index nur nachbildet. In der Vergangenheit schwankte die TD (Abweichung der Fondsperformance im Vergleich zum Index) dementsprechend auch recht heftig.
Der Vanguard All World hält einen Großteil der 4000 Werte seines Index selbst, der ACWI IMI nur 1800 von 9200. Bin etwas überrascht, vor geraumer Zeit war der IMI noch deutlich schmaler aufgestellt.


