Stand 04.03.2022
Wir sind gleich bei 1,09 im EURUSD und das in der EU/London Session der Aktienmärkte. Ein schwacher Euro ist in dieser Session normalerweise eher ein Kaufanreiz. Dahinter verbirgt sich ein deutlicher Abwärtsdruck.
Da immer mal wieder die Frage kommt, was nun wegen dem ETF Depot zu tun ist, hier die Antwort.
NICHTS.
Aber ganz im Ernst: Sparpläne sind psychologisch gut. Nach größeren "Treppenstufen" kann man auch manuell nachkaufen. Alles nicht Neues, aber jetzt natürlich psychologisch schwerer umzusetzen als vorher.
Wohin geht die Reise?
Das weiss niemand. Aber man sollte auch bei 10.000 DAX Punkten nachkaufen, auch bei 8000. Und erst Recht bei 6000. 🙂
Man sieht gut, dass ein ETF auf den FTSE All-World deutlich robuster als ein DAX-ETF ist. Bisher ist der All-World nicht einmal 10% im Vergleich zum ATH gefallen.
Auf der anderen Seite finde ich es aber schon demotivierend, wenn kurz nach Sparplanausführung der Depotwert einschließlich Zukäufen schon wieder unter dem vorherigen Stand ist. Egal - muss man durch: Lieber auf die Anzahl Anteile als auf die aktuellen Kurse schauen
Auf der anderen Seite finde ich es aber schon demotivierend, wenn kurz nach Sparplanausführung der Depotwert einschließlich Zukäufen schon wieder unter dem vorherigen Stand ist. Egal - muss man durch: Lieber auf die Anzahl Anteile als auf die aktuellen Kurse schauen
Ja das ist schon nicht ganz ohne, aber auch weil man es nicht mehr gewohnt ist. Aber rückwirkend sind diese tiefen Einkäufe dann doch die, die später Freude machen. 🙂
Auf der anderen Seite finde ich es aber schon demotivierend, wenn kurz nach Sparplanausführung der Depotwert einschließlich Zukäufen schon wieder unter dem vorherigen Stand ist.
So geschehen auch bei mir. Das Bild, was mir mental immer hilft, ist das einer Feder. Die kann ich zwar immer doller „klein drücken“, aber es baut sich dann auch immer mehr Kraft auf, und irgendwann wird sie auseinander springen. Und jeder Monat, in dem die Sparrate von den fallenden Kursen überdeckt wird, ist eben so ein Monat, wo ich „nur“ die Feder spanne.
Ich werde meine Sparrate ab diesem Monat (Ausführung am kommenden Montag) vorübergehend verdoppeln. Das möchte ich solange tun, bis der Stand von vor einem Monat wieder erreicht ist. Dann gehts normal weiter. Mal sehen, ob das Cash so lange reicht 😅.
Attraktiver Nebeneffekt: sofern es nicht katastrophal abwärts geht, wir das angesprochene Minus im Depot etwas kaschiert 😉
Man sieht gut, dass ein ETF auf den FTSE All-World deutlich robuster als ein DAX-ETF ist. Bisher ist der All-World nicht einmal 10% im Vergleich zum ATH gefallen.
Lieber auf die Anzahl Anteile als auf die aktuellen Kurse schauen
Der Welt ETF, hat natürlich bedeutend weniger "Russland-Risiken" und dazu noch eine kleinere Gewichtung als der DAX-ETF.
Andererseits habe ich aktuell einen DAX-ETF auf meiner Watchlist, den ich vermutlich demnächst starte.
Warum? Der US-Markt bricht nicht so stark ein, der Weltmarkt auch nicht, nur D und EU werden am stärksten getroffen. Doch wenn die langfristige Erholungswelle startet, hat ein DAX-ETF natürlich auch die höheren Chancen auf %uale Zuwächse gegenüber Welt & USA.
Zu deinen Anteilen: eine steigende Anzahl der Anteile ist eine gute Basis in jeder Erholung, auch wenn sie noch nicht gleich kommt. Sieh es als Chance & Wette auf eine gute Zukunft!
Warum? Der US-Markt bricht nicht so stark ein, der Weltmarkt auch nicht, nur D und EU werden am stärksten getroffen.
Du sprichst den Aktienmarkt an, der sollte aber auf der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung aufbauen.
Wenn man sich diese anschaut, dann hat der Krieg bzw. die Sanktionen große Auswirkungen auf die EU und insbesondere Deutschland. Die Auswirkungen auf die USA sind um Zehnerpotenzen niedriger.
Doch wenn die langfristige Erholungswelle startet, hat ein DAX-ETF natürlich auch die höheren Chancen auf %uale Zuwächse gegenüber Welt & USA.
Was 50% fällt, muss 100% steigen...
Wir hängen zu sehr am billigen Russengas. Selbst wenn ein halbwegs rascher Umbau auf amerikanisches Frakinggas erfolgen würde, bedeutet das in Summe weitaus höhere Energiepreise für die deutsche Wirtschaft. Der Durchschnittsbürger weiss noch gar nicht wie sehr man uns da am Schlafittchen hat.
Erst wenn der Wirtschaftskrieg beendet ist, wird es für Deutschland die erhoffte Erholungswelle geben. Wenn wir noch eine Stufe höher geschaltet werden und ganz auf Russengas verzichten, dann wird es buchstäblich dunkel bei uns. Wie dunkel sieht man daran, dass der Grüne Habeck die Abschaltung der letzten KKW gerne rückabwickeln würde.
Siehst Du ein Ende der Sanktionen? Ich nicht.
Als letztes Gegenargument fiele mir ein, dass die DAX-Unternehmen ja nicht nur die deutsche Wirtschaft repräsentieren, sondern international aufgestellt sind. Aber selbst wenn wir da mal 50% Internationalität unterstellen, dann bestünde die DAX Performance je zur Hälfte aus Restwelt und Deutschland. Das ist immer noch keine Überperformance gegenüber der Restwelt.
Du sprichst den Aktienmarkt an, der sollte aber auf der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung aufbauen.
Was 50% fällt, muss 100% steigen...
Erst wenn der Wirtschaftskrieg beendet ist, wird es für Deutschland die erhoffte Erholungswelle geben.
Siehst Du ein Ende der Sanktionen? Ich nicht.
Als letztes Gegenargument fiele mir ein, dass die DAX-Unternehmen ja nicht nur die deutsche Wirtschaft repräsentieren, sondern international aufgestellt sind.
Im Grunde denkst du ähnlich wie ich, mal sehen ob ich meine Sicht noch etwas darstellen kann:
Der Aktienmarkt/die Börse zeichnet meist die Erwartungen 6-12 Monate in die Zukunft, es wird immer nach vorne geguckt und dann werden die Chancen & Risiken bewertet und eingepreist.
Was fällt muss doppelt so hoch steigen, klar, das passt immer. Hier ging es mir um die höheren Chancen mit einem Deutschland ETF gegenüber einem Welt ETF. Gerade weil wir viel tiefer fallen als die Welt allgemein, werden wir auch eine stärkere Gegenreaktion sehen. Da ich noch nicht im ETF drin bin, habe ich dabei auch keinen angenommenen 50% Verlust. Der steht nur auf der Watchlist und wartet auf seinen Einsatz 😉
Ende der Sanktionen, nein, sehe ich nicht solange geschossen wird. Wenn es einen Kompromiss gibt, egal auf welcher Basis, wird eine Teilrücknahme/Abschwächung der Sanktionen mit im Paket sein. Vorher sehe ich erst noch eine Eskalation und so schwer ich mich damit tue, sehe ich auch eine NATO Beteiligung in den nächsten 2 Wochen. (soviel zu meiner Karriere als Hellseher).
DAX Company`s sind Weltweit aufgestellt und machen Ihre Geschäfte überall, genau so wie die Company`s aus dem S&P, Nasdaq, EuroStoxx, etc. daher schaue ich hier nur auf den Heimatmarkt der Hauptbörsennotiz. Nur weil Coca ihre Getränke in China, Europa und Australien verkauft ist es immer noch eine US-Company und genau beurteile ich auch die DAX-Company`s.
@gold-oder-aktien
Ich gehe mit, dass deutsche Aktien kriegsbedingt weiter überproportional verprügelt werden (wurden sie ja bereits). Wenn sich der Pulverdampf hoffentlich lichtet und wieder Normalität eintritt (das ist noch eine Spekulation) dann könnte es eine (ich nenne es mal technische) Gegenbewegung geben, die je nachdem wie weit der Dax noch runtergeprügelt wird, auch einiges Aufholpotential hat. Das ist aber die hohe Kunst des markettimings, dazu muss man seine Kristallkugel sehr blank polieren.
Langfristig bleibe ich skeptisch. Der DAX war die letzten Jahre (Jahre? Jahrzehnte!) ein underperformer, meine Großhirn sagt dass es auch in Zukunft so sein wird. Weder wird SAP Google den Rang ablaufen, noch Zalando das neue Amazon. Bei den deutschen Autobauern wäre man doch schon froh, wenn man mit Tesla in einem Satz genannt würde. Erneuerbare Energien hätte ein deutsches Ding werden können, aber das kommt mittlerweile auch aus China. Ich sehe nicht, wie wir den Amis (oder dem Rest der Welt) die Wurst vom Brot ziehen können.
Liebe phantastische deutsche Firmen, zeigt mir dass ich falsch liege.
Lange hat es ja nicht vorgehalten. Mein heutiger Sparplan wird beinahe nur leicht unter dem Märzkurs ausgeführt. Damit gehts ab kommendem Monat schon wieder normal weiter. Ist das gut oder schlecht? Ich finds gut, dass ich im April einmal mit ordentlichem Rabatt eingesammelt habe.
Da gibts eine Strategie zu, über die ich mich erneut belesen werde: value averaging. Hat da jemand Gedanken zu?
Da gibts eine Strategie zu, über die ich mich erneut belesen werde: value averaging. Hat da jemand Gedanken zu?
Gedanken habe ich da bisher nur wenige, aber zum Einlesen hilft dir eventuell folgender Blog
Habe ein paar Artikel gelesen, aber bin bisher nicht in die Tiefe gegangen.
Da gibts eine Strategie zu, über die ich mich erneut belesen werde: value averaging. Hat da jemand Gedanken zu?
Die Frage ist doch ob man aktive oder passiv investieren will.
Aus meiner sicht ist passiv invetieren (ETF-Sparplan) das Basisinvestment, einmal einrichten nicht mehr drum kümmern und laufen lassen.
Alles andere ist mehr oder weniger aktives investieren (traden, handeln) und das kann man dann nochmal aufteilen in konservativer, aktiver und zocken.
Deine angegebene Strategie würde ich unter konservativ einordnen. Die Frage ist ob du(man) die Strategie auch durchhälst und dann verkauftst/kaufst wenn es die Strategie sagt oder du(man) nicht doch wieder "emotional optimiert" noch ein bischen länger hält bzw. später kauft weil man meint es geht noch weiter hoch/runter.
Als Ergänzung möchte ich noch auf eine Pflichtlektüre für jeden Aktien, ETF, ... Händler aus der Bücherecke dieses Blogs verweisen.
“Trading Psychologie” von Norman Welz. ISBN-13: 978-3898797009
https://blackwater.live/bucherecke/
Das Buch sollte man eigentlich regelmäßig lesen und sich fragen wie gut man sich an die Regeln hält.
Plane deinen Trade, trade deinen Plan!
@martgo ist alles richtig! Um es (erneut) zu beantworten. Ich interessiere mich zu sehr für Finanzen, um es beim Sparplaneinrichten und in 25 Jahren davon leben zu belassen. Ich lege aber den mit Abstand größten Teil (>80%) im monatlichen ETF-Sparplan (AllWorld) an, weil es einfach auch in meiner Verantwortung als Papa liegt, die Familienfinanzen vernünftig anzulegen! Ein wenig Spielerei gönne ich mir und uns aber.
Und im Detail halte ich es für fahrlässig, Marktbewegungen (hier vor allem Korrekturen) vollständig auszublenden. Verkäufe sind auf den ETFs noch nie vorgekommen und sind auch nicht geplant. Rückgänge verkrafte ich (wir) ausgesprochen entspannt. Bei starken Korrekturen aber nicht ein zwei Pakete mehr zu kaufen, wenn Liquidität da ist, wäre Blödsinn. Klare Regeln dafür habe ich dafür nicht. Daran arbeite ich. Danke da für den Link zu dem Blog oben!
Mein intuitives Vorgehen wie oben beschrieben, also bei stärkerem Rückgang (etwa ab -20%) den Sparplan zu erhöhen, bis die Cashliquidität des Portfolios(damit ist nicht das sonstige Cashpolster gemeint) aufgebraucht ist oder alte Kurse wieder erreicht sind, erscheint mir unabhängig von wissenschaftlicher Evidenz sinnvoll.
Mein intuitives Vorgehen wie oben beschrieben, also bei stärkerem Rückgang (etwa ab -20%) den Sparplan zu erhöhen, bis die Cashliquidität des Portfolios(damit ist nicht das sonstige Cashpolster gemeint) aufgebraucht ist oder alte Kurse wieder erreicht sind, erscheint mir unabhängig von wissenschaftlicher Evidenz sinnvoll.
Hört sich gut an. Systematisch nachkaufen bei deutlichen Rücksetzern.

