Der Vanguard All World
Die TD (Tracking Difference) bei Vanguard ist meistens sehr gut.
der ACWI IMI nur 1800 von 9200
Hier könnte man über Details streiten. Wie viel machen die anderen 7400 Werte wirklich aus? Wenn du mit den 500 oder 700 Werten schon 90% des Gesamtmarktes abdeckst, spielt es vermutlich keine grosse Rolle mehr.
@weip321 dann brauchste das Ding aber nicht IMI nennen. Reines Marketing und völlig überflüssig, wenn’s dann nicht gemacht wird.
@airnesto
Ich denke nicht, dass der ACWI IMI nur die 1800 größten Unternehmen hält und dafür MC/SC ignoriert. Er bildet seinen Index nach und hält dazu repräsentative* Aktien LC/MC/SC.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass er noch deutlich weniger als 1000 Firmen hielt und die TD von Jahr zu Jahr ziemlich schwankte, weil es mit diesen "wenigen" Werten einfach schwerer war den Index zu treffen.
Zur Ehrenrettung sei gesagt, er war zeitweise sogar besser als sein Index, aber es war ein Lottospiel ob er besser oder schlechter war. Vielleicht ist er deshalb etwas verrufen.
Es wird sich zeigen, ob er jetzt mit deutlich mehr Unternehmen weniger große Indexabweichungen produziert. Das zeigt aber auch seine historische Schwäche gegenüber den Vanguard: der Vanguard liefert schon länger recht präzise seinen Index (oder gar einen ticken mehr).
Sorry, jetzt hab ich Martins Artikel noch mehr off topick geführt.
Zur Entschuldigung führe ich an, dass ich die Frage eines Anfängers "S&P500 oder MSCI World" fast immer mit Vanguard All World beantworten würde.
*hier liegt das große Vodoo
@presskoppweck ich würde mich da vollumfänglich anschließen: All World und am besten ab gestern!
dann brauchste das Ding aber nicht IMI nennen
Das Problem mit IMI "investable market index": was machst du mit den ganzen kleinen und winzigen Aktien? Die Kosten, um diese physisch zu replizieren, fressen dir am Ende noch mehr an der Rendite. Ich vermute dass das der Grund ist, warum man die restlichen 7400 alternativ abbildet.
Zudem ist es so: den Grossteil der Rendite werden dir die Top10 oder Top25 rausholen. Wenn du 90% des Markets bereits mit 1000 Aktien abgedeckt hast, dann verändert selbst eine Verdreifachung von ein paar Winzigaktien deine Rendite nur marginal.
Gebe dir aber Recht: es ist Marketing
Persönlich sehe ich es so: die nächsten 10-20 Jahre Vermögen aufbauen: dann ist der S&P 500 ohne Probleme gut dafür.
Wenn man aber noch mehr Zeit hat, gerade die jungen Leute, dann den MSCI. <img class="emoji" role="img" draggable="false" src=" Link entfernt " alt="😉" /> In Deinem Fall würde ich daher den MSCI World nehmen. Je nach Situation und Sparraten kannst Du ja einen Rentensparplan für den MSCI World machen und einen für 10 Jahre + auf den S&P 500.
Hallo Martin,
d.H. du würdest den MSCI World auch dem FTSE All World vorziehen ?
Sorry wenn ich mit Kleinigkeiten nerve 🙈
@robin Guten Morgen Robin,
bei mir ging es bei der Nutzung des Begriffs MSCI World, Welt-Depot etc. eigentlich nicht um einen exakt definierten und zertifizierten Index, sondern immer um das Thema dahinter:
Weltweit bestmöglich gestreut.
Der FTSE All World ist insofern noch etwas besser.
Diversifikation hat aber ihre Grenzen und es wird ab einem gewissen Punkt zum "Kleinklein". Daher auch das Beispiel mit dem S&P 500, der ja eigentlich kein Welt-Index per Definition ist, aber faktisch eben doch.
Du wirst in 30 Jahren wahrscheinlich feststellen, dass der eine Index etwas besser als der andere lief. Und in weiteren 20 Jahren (also in 50 Jahren) wird das auch wieder so sein. Voraussehen welcher Index das sein wird, kannst Du allerdings nicht.
Daher macht es Sinn sich für einen zu entscheiden bzw. ja nach Sparrate kannst Du auch 2 oder 3 nehmen (für das psychologische Bauchgefühl).
Wichtig ist dann nur, alle gleichmässig zu besparen und dabei zu bleiben. Technisch gesehen reicht aber eben auch einfach ein ETF wie der Vanguard All-World.
@robin ich wollte noch auf Martins Antwort warten, bevor ich mich zu Wort melde.
Der MSCI World unterscheidet sich vom FTSE All World, da ersterer keine Emerging Markets beinhaltet. Das Pendant zum FTSE All World ist der MSCI ACWI (All Country World Index). FTSE und MSCI sind Indexanbieter, welche diese Indizes zur Verfügung stellen.
Technisch gesehen reicht aber eben auch einfach ein ETF wie der Vanguard All-World.
Ich würde ergänzen und sagen, dass es nicht nur technisch gesehen reicht, sondern generell für den Start die beste Option ist. Und ja, man hat dann zwar nur einen Fonds im Depot, aber dieser beinhaltet die 4000 grössten Unternehmen weltweit. Du besitzt also ein Stück von allem.
Aus meiner persönlichen Erfahrung: bleib bis 100k Depotwert beim All World Funds (der schon oft erwähnte Vanguard All-World ist auch aus meiner Sicht die beste Option). Wenn dein Depot irgendwann sechsstellig ist, kannst du überlegen weitere Fonds zu kaufen. Wobei selbst das dann nur optional ist. Man kann auch bei grösseren Depots bei diesem einen Fonds bleiben.
Lange konnte ich mich nicht damit anfreunden in einen ETF zu investieren, der nur aus Unternehmen eines Landes/aus einer Volkswirtschaft besteht.
Seit einem halben Jahr gehen alle mein Investitionen ausschließlich in den Vanguard S&P 500, obwohl ich zuvor ausschließlich mit weltweit anlegenden ETFs gearbeitet habe, darunter der „All World“. Diese ETFs verbleiben weiterhin in meinem Depot, werden aber zukünftig keine neuen Gelder mehr erhalten.
Weshalb mein Meinungswandel?
- Investitionen in den S&P 500 gehen in 500 globalisierte Unternehmen und bilden so eh eine weltweite Anlage.
- Es sind Unternehmen, die dem Rechtssystem einer demokratischen Nation unterstehen und der Staat wird sich mit Eingriffen und Vorschriften in Unternehmensentscheidungen eher zügeln als andere Staaten das möglicherweise tun werden.
- Die Wertentwicklungen in der Vergangenheit war stärker als mit einem weltweit anlegenden ETF.
- Die Kosten sind im Vergleich z.B. zum „All World“ niedriger.
- Das Warren Buffet in ähnlicher Richtung denkt, war jetzt eher nicht entscheidend.
Ich hab’s gern einfach, klar und übersichtlich. In meinem Alter sollte man die Dinge ordnen; ein „Messi-Depot“ gilt es unbedingt zu meiden.
@gerhard Danke für die persönliche Erfahrung!
Es sind Unternehmen, die dem Rechtssystem einer demokratischen Nation unterstehen und der Staat wird sich mit Eingriffen und Vorschriften in Unternehmensentscheidungen eher zügeln als andere Staaten das möglicherweise tun werden.
Absolut, im Vergleich zu den anderen definitiv. Das ist ein sehr gutes Argument in der heutigen Zeit!
- Investitionen in den S&P 500 gehen in 500 globalisierte Unternehmen und bilden so eh eine weltweite Anlage.
Und auch das wird immer unterschätzt bzw. falsch eingeschätzt, wenn man sich auf vielen Finanzblogs so umschaut. Der S&P 500 ist DIE WELT durch die Art und Weise wie diese Unternehmen ihr Geld verdienen und weil sie multinational aufgestellt sind und entsprechend viele Absatzmärkte haben (und diversifizierte Währungserträge).
Gerade bei Währungen ist bei den meisten deutschen Finanzblogs "der Ofen aus", da kommt selten etwas Sinnvolles.
Nochmal meine 2 Cents dazu:
Die Wertentwicklungen in der Vergangenheit war stärker als mit einem weltweit anlegenden ETF.
Wie sagen die Prospekte immer so schön: "Renditen in der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft"
Du hast Recht, dass der S&P 500 in den letzten 13 Jahren besser performed hat als ein All-World. Wenn man nach der "regression to the mean"-Regel geht, sollten die Developed und Emerging Markets aber in den nächsten Jahren wieder besser performen. Ist natürlich aber auch nur eine Regel.
Die Kosten sind im Vergleich z.B. zum „All World“ niedriger.
Wir haben mittlerweile TERs erreicht, von denen man vor zehn Jahren nur träumen konnte. Ob ich für einen ETF nun 0.03, 0.08 oder 0.22% bezahle: das spielt im Prinzip keine grosse Rolle. Ich hoffe es kommt jetzt keiner um die Ecke und rechnet mir den Unterschied für 30 und 40 Jahre Laufzeit aus. Ja, den kenne ich. Es geht ums grosse Ganze.
Das Warren Buffet in ähnlicher Richtung denkt, war jetzt eher nicht entscheidend
Warren hat den Vorteil, dass er in den USA wohnt. D.h. er bezahlt alles in Dollar. Wenn man in einem anderen Währungsraum wohnt, sollte man Wechselkurse mit im Blick haben.
Der S&P 500 ist DIE WELT durch die Art und Weise wie diese Unternehmen ihr Geld verdienen und weil sie multinational aufgestellt sind und entsprechend viele Absatzmärkte haben (und diversifizierte Währungserträge).
Hier gehe ich vollkommen mit. Im Prinzip sind 500 Unternehmen bereits eine sehr gute Diversifikation. Plus das was du gesagt hast mit den Absatzmärkten. Coca-Cola oder McDonalds werden weltweit gegessen und getrunken (den Punkt Gesundheit lasse ich mal aussen vor).
Ich sehe halt die Möglichkeit, dass eine der EM-Nationen in den nächsten Jahren mal mehr Gewichtung bekommt. D.h. aus meiner Sicht ist die Streuung in den weltweiten Aktienmarkt mit einem geringeren Risiko verbunden als die Investition in "nur" einen Aktienmarkt.
Welchen ETF würdet ihr bei 25 Jahren Spardauer vorziehen?
@goldenegans Nach allem was ich gelesen und mir durchdacht habe bin ich auch nur noch für den S&P. 😊
Welchen ETF würdet ihr bei 25 Jahren Spardauer vorziehen?
Wenn du der Meinung bist, dass sich die US-Unternehmen in den nächsten 25 Jahren besser entwickeln als die Unternehmen der restlichen Welt, dann investierst du nur in den S&P sonst in einen Welt ETF. Oder du machst 50/50, dann bist du derzeit mit rund 75-80% in den USA investiert und mit 20-25% in den Rest der Welt.
Entscheiden musst du selbst! Das kannst (solltest du) dir nicht abnehmen lassen.


