Also heute habe ich so gedacht was mich muslimisch macht. Meine Kultur natürlich und ich war einkaufen und mit Hijab bin ich auch optisch muslimisch und die Leute schauen einen natürlich auch an. Heute hat ein kleiner Junge gesagt sie sind aber eine hübsche Frau. Ich musste fast kurz weinen von Herzenswärme. Aber zurück was ich meinte. Eine von meinen Schwestern trägt kein Hijab aber betet auch mit uns, geht in Moschee (dann mit Hijab), fastet und so. Aber sie sieht nicht muslimisch aus, man sieht halt nur dass sie nicht deutsch ist. Also was ich meine ist dass es optische Dinge gibt aber das Innere ist was wirklich ausmacht ob man muslimisch ist. Versteht ihr was ich sagen will?
Ihr könnt mit Hijab muslimisch aussehen 🧕🏼 Oder weil ihr dunkel seid vielleicht als Arab, Türkin 🤷🏾♀️
Aber muslimisch sein tut ihr mit dem ❤️
Und das ist Shahada (hat man mit Gebet schon gesagt) oder wenn man konvertiert. Wenn man Gott anbetet also und sich bemüht sich an die Regeln zu halten ist man muslimisch.
Und ihr könnt es prüfen. Wer betet denn Gott an von denen die keine Muslime sind? Sie beten gar nicht oder manche zu Jesus, Buddha und so. Aber die meisten beten doch gar nicht nicht wahr? Also das ist auch schon eine Antwort.
Ihr könnt mit Hijab muslimisch aussehen 🧕🏼 Oder weil ihr dunkel seid vielleicht als Arab, Türkin 🤷🏾♀️
Aber muslimisch sein tut ihr mit dem ❤️
SubhanAllah🤲🏾🤲🏾 das hast du so schön geschrieben❤️
Und ihr könnt es prüfen. Wer betet denn Gott an von denen die keine Muslime sind? Sie beten gar nicht oder manche zu Jesus, Buddha und so. Aber die meisten beten doch gar nicht nicht wahr? Also das ist auch schon eine Antwort.
Hmmm, also das würde ich durchaus relativieren ☺️ ich bin ja katholisch aufgewachsen und habe da schon gelernt, zu Gott zu beten. Dann wurden auch weitere Gebete gerichtet an Jesus und Maria beigebracht, die ich brav auswendig gelernt habe, aber dann schon als Kind nicht angewendet habe, weil ich immer dachte wozu, wenn Gott alles kann 😂 das war dann ein wesentlicher Punkt, als ich den Islam kennenlernte im Studium, warum ich mich so davon angezogen fühlte, weil ich meinen Glauben im Kern nicht irgendwie ändern musste.
Und auch meine evangelische Mutter sagt, sie betet immer nur zu Gott direkt. Also es gibt vielleicht gar nicht wenige Christen, die nicht zu Jesus beten.
Mit dem ❤️ hast du aber vollkommen recht, genauso ist es!
@rita Das ist interessant und das habe ich so auch noch nicht gelesen oder gehört. Es würde aber das Konzept von Fitra bestätigen, die innere Gewissheit. Aber so wie du schreibst gibt es dann Christen die obwohl die christliche Lehre etwas anderes sagt zu Gott beten. Oder aber weil sie denken es ist eh das Gleiche, also Jesus und Gott. Sehr interessant.
@wuestenrose9 Ich denke, das eine ist der theologische Überbau der Kirchen, der den christlich Getauften beigebracht wird; aber das heißt ja nicht unbedingt, dass die das dann auch alles so glauben. Bei mir war das jedenfalls so, dass ich nicht alles so geglaubt habe und vieles an den theologischen Dogmen auch unlogisch fand. Und bei meiner Mutter beobachte ich das auch. Sie erzählt das auch von ihrem evangelischen Vater, den sie als tiefgläubig „an Gott“ beschreibt. Oder nimm Dietrich Bonhoeffer, evangelischer Pastor und Widerstandskämpfer im dritten Reich. Die Zitate, die ich von ihm gelesen habe, sprechen vom Glauben an Gott, Jesus stellt er als Überbringer von Botschaften dar, also letztlich als Propheten, auch wenn er ihn nicht als Prophet bezeichnet. Letzteres kann ich aber nur unter Vorbehalt sagen, ich habe mit Sicherheit nicht alles von ihm gelesen; aber was ich von ihm gelesen habe, widersprach meines Erachtens nicht dem Islam.
…in einem Brief an Eberhardt Bethge hat Bonhoeffer zB formuliert:
„Jesus ruft nicht zu einer neuen Religion auf, sondern zum Leben.“
Aber so wie du schreibst gibt es dann Christen die obwohl die christliche Lehre etwas anderes sagt zu Gott beten.
Was ist mit dem "Vater Unser"? Das Gebet richtet sich doch direkt an Gott und wird von sehr vielen Christen gebetet. Oder hab ich das viele Jahre falsch verstanden?
Was ist mit dem "Vater Unser"? Das Gebet richtet sich doch direkt an Gott und wird von sehr vielen Christen gebetet. Oder hab ich das viele Jahre falsch verstanden?
Nein, das ist mehr als richtig. Das Vaterunser ist ein absolut monotheistisches Gebet. Das ist ja das Verrückte: Während die Kirche die Anbetung Jesu lehrt, lehrte diese selbst die Anbetung des Vaters, also Gottes und schloss sich dabei explizit aus.
Die Trinität ist ein kirchliches Dogma und zwar ein solch großes, dass wer sie ablehnt (und damit die Gottschaft Jesu) kein Christ mehr ist. Das gilt als gesetzt sowohl in der katholischen Kirche, in den orthodoxen Kirchen und auch bei den Protestanten. Das ist einer der Gründe, warum beispielsweise die Zeugen Jehovas nicht als Christen gesehen werden und auch bei den Unitariern ist es umstritten, da beide dieses Dogma ablehnen.
Insofern verstehe ich natürlich @amila und alle andere Muslime die sagen, dass Christen nicht zu Gott beten.
Aber und das ist interessant, so wie @rita sagt gibt es eben auch Christen, denen diese Dogmen einfach egal sind und die (intuitiv?) direkt zu Gott beten und nicht denken, dass Jesus Gott ist. Bei anderen wird es wieder so sein, dass für sie Jesus und Gott eh die selbe Person sind und wenn man sie dann fragt ob sie direkt zu Gott beten, dann werden sie eben ja sagen.
Dann gibt es natürlich noch einige interessante Aspekte mehr. Das AT der Bibel unterscheidet zwischen Anbetung und Bitten, das ist im heutigen Christentum das Gleiche. Im Islam sind es ebenfalls zwei verschiedene Dinge.
…in einem Brief an Eberhardt Bethge hat Bonhoeffer zB formuliert:
„Jesus ruft nicht zu einer neuen Religion auf, sondern zum Leben.“
Indirekt stimmt das natürlich, auch wenn solche Aussagen heute so verdreht werden, dass es schön in den Zeitgeist passt.
Aber klar, wer das grösste Gebot hält (Monotheismus) und das zweite ihm folgende (Nächstenliebe), der ist laut Bibel im "Gedenkbuch" Gottes und damit am leben, auch wenn er bereits tot ist (Auferstehungshoffnung). Umgekehrt gibt es Menschen die leben, aber geistig tot sind. Daher auch Jesu Aussage an seine Jünger über gewisse Personen, die kein Interesse an geistigen Dingen haben: "Lasst die Toten ihre Toten begraben."
Jesus musste ja auch zu keiner neuen Religion aufrufen, da der reine Monotheismus von den Kindern Israels zu dem Zeitpunkt bereits über ca. 1500 Jahre sozusagen "erlernt" wurde und das mit vielen Opfern. Zu Jesu Lebzeiten war der Götzendienst nicht mehr das Problem, was im AT der Bibel noch ganz anders ist.
Das alles ist unglaublich faszinierend und führt einen m.E. ganz klar Richtung quranischen Islam, wenn man den Rahmenbau erkennt und nicht im Kleinklein stecken bleibt.
Passend hierzu habe ich heute morgen Folgendes gelesen:
Ich habe es mal Übersetzen lassen:
"Wir können das ewige Schicksal anderer nicht vorhersagen. Wir wissen nicht, wer in den Himmel oder in die Hölle kommen wird, weil wir nach dem Zustand unserer Herzen beurteilt werden und niemand außer Gott unsere Herzen sehen kann. Der Koran sagt am Tag des Gerichts, dass unser Vermögen und unsere Kinder uns nicht retten werden, derjenige, der davon profitieren wird, ist "derjenige, der mit einem gesunden Herzen zu Allah kommt" (26:88-89). Tatsächlich warnt uns der Koran davor, überhaupt über die Station anderer zu spekulieren, wenn er sagt: "Oh ihr, die ihr glaubt! Vermeide das Misstrauen, denn sicherlich ist Misstrauen in manchen Fällen eine Sünde" (49:12). Der Prophet ﷺ warnt auch davor, Menschen zu abzustempeln, indem er sagt: "Niemand beschuldigt einen anderen, ein Ungläubiger zu sein, aber es spiegelt sich auf ihn wider, wenn der andere es nicht ist."
Der Koran sagt: "Von Wissen haben wir euch nur wenig gegeben" (17:85), wie könnten wir also jemanden auf der Grundlage unserer begrenzten Sicht der Realität beurteilen? Natürlich ruft uns der Koran dazu auf, die Menschen zu Gerechtigkeit und Glauben zu inspirieren, aber Allah ist der Einzige, der es wert ist, uns zu verurteilen. Der Koran sagt,
"Was wird dir erklären, was der Tag des Gerichts ist? Der Tag, an dem keine Seele in der Lage sein wird, etwas für eine andere zu tun; an diesem Tag wird der Befehl Gott gehören" (82:18-19). Die Betonung in diesem Vers ist, dass der Befehl Gott gehört und nicht uns.
Die ewige Bestimmung anderer hat keinen Einfluss darauf, wie Muslime berufen sind, die Schöpfung Gottes zu behandeln. Unsere Liebe, unser Respekt und unsere Ehre gegenüber anderen sollten nicht vom Glauben oder Glaubenssystem einer Person abhängen, sondern von unserem Glauben. Da wir glauben, dass jeder einzelne Mensch von Gott geschaffen wurde und ständig von ihm getragen wird, ist das Leben eines jeden Menschen unendlich unbezahlbar, unabhängig davon, was er in diesem Leben glaubt oder sucht und im nächsten."
Insofern verstehe ich natürlich @amila und alle andere Muslime die sagen, dass Christen nicht zu Gott beten.
So meinte ich das auch, also dass die zu Jesus beten und andere gar nicht beten. Sie sagen ja dass Jesus Gott ist, also ist das gar nicht zu unterscheiden.
Das Vaterunser
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Das habe ich hier gefunden: https://www.katholisch.de/artikel/39-das-vaterunser
Sie sagen ja dass Jesus Gott ist, also ist das gar nicht zu unterscheiden.
Das ist so. Aber es gibt tatsächlich auch Christen, für die Jesus nicht Gott ist. Aber wie auch @rita schon schrieb, widerspricht das natürlich der Lehre der Kirchen. Die Leute machen das dann einfach für sich. Wobei es mir und anderen dann eben so erging, dass man irgendwann sagt ok, dann macht es keinen Sinn Christ zu bleiben. Der Islam ist ganz klar logischer, direkter und persönlich gesehen erfüllender wenn man daran glaubt, dass Gott eben Gott ist und dieser 100% transzendent ist und kein Teil der gemachten Welt.
Das Vaterunser ist aber ansonste wie @himself63 schrieb ein Gebet, was sich eindeutig an Gott richtet und nicht an Jesus. Und es ist damit monotheistisch. Ich hätte als Muslim kein Problem das zu beten, auch wenn es nicht meine erste Wahl wäre (logischerweise). Die Al Fatiha finde ich einfach deutlich schöner. 🤲🏻🤲🏻


