Zunächst meine Geschichte zu Barclaycard: Meine Barclaycard.
Pluspunkte für Barclaycard:
Zuerst: Ja, man muss bei Barclaycard sehr aufpassen, was die Zinsen angeht und sollte hier nicht langfristig im Minus sein. Je nach Kartenart haben wir Sollzinsen von 10% p.A. bis fast 20% p.A.
Aber zu den Vorteilen:
- Barclaycard ist treu. Solange man die Karte normal nutzt und keine negative Schufa hat, kann man seine Karte ohne Probleme nutzen. Selbst ohne Job. Barclaycard orientiert sich nachdem man Kunde wird zu 90% an den eigenen Erfahrungen mit dem Kunde. Zahlt dieser immer, gibt es keine Probleme. Hat was von Mafia. 🙂
- Die Barclaycard kann man trainieren. Bei regelmäßiger Rückzahlung und Wohlverhalten steigt der Rahmen auf bis zu 30 TEUR. (Eigene Erfahrung)
- Barclaycard hat den Service Code 201, ist offline PIN fähig hat aber in der CVM Liste Sign First (also Unterschrift) als erstes. Demnach wirst man am POS eher nach der Unterschrift gefragt. Für den Fall, dass nur PIN geht, schwenkt sie aber auf offline PIN um. Tägliches Abhebungslimit beträgt 500€.
- Nur als Hinweis: Ein leicht negativer Aspekt ist, dass Barclays die Visa Kurse global benutzt. Visa Kurse sind etwas schlechter. Wir sprechen hier von 0.1-0,3% im Vergleich zum Interbankenkurs.
- Barclaycard hat einen ausgezeichneten und sehr netten Kundenservice.
- Barclaycard lässt sich unabhängig der Hausbank nutzen.
- Barclaycard lässt sich auch ohne festen Wohnsitz nutzen, solange es eine Postanschrift im Inland gibt. Wer ein mal dort Kunde wird, muss nach meiner Erfahrung nicht nochmals einen Wohnsitznachweis bringen.
- Barclaycard tätigt bei Beantragung genau zwei Anfragen für eine Kreditkarte und trägt dann die Kreditkarte mit dem Kreditlimit in die Schufa ein. (andere fragen mehrfach im Jahr die Schufa ab)
Alles in allem ist Barclaycard nicht verkehrt, wenn man die notwendige Disziplin hat. Die neue Visa eignet sich auch sehr gut als Reisekarte. Keine Jahresgebühr, weltweit und im Inland kostenlos Geld abheben, kein Auslandsentgeld beim Einsatz. Gute Reisekarten werden in Deutschland immer seltener.
Die Barclaycard kann man trainieren. Bei regelmäßiger Rückzahlung und Wohlverhalten steigt der Rahmen auf bis zu 30 TEUR. (Eigene Erfahrung)
Vielleicht fehlt mir einfach die Phantasie oder ich habe schlichtweg nicht genug Erfahrung mit Kredikarten, aber wofür braucht man eine Kreditkarte mit einem Verfügungsrahmen von bis zu 30.000 €? Hat da jemand vielleicht ein praktisches Beispiel?
Schließlich muss man das ja auch wieder ausgleichen. Also besser man hat das Geld "sowieso" auf dem Konto. 10 % bis 20 % Zinsen sind happig, besonders wenn man dann noch den Zinseszinseffekt im Hinterkopf hat.
Grundsätzlich finde ich die Barclaycard schon spannend. Kostenlos, kein Auslandsentgelt, keine Kündigung bei Arbeitslosigkeit (die ist ja hoffentlich, wenn dann, nur temporär 😉 ), etc. Gerade weil der Trend auch bei Kredikarten immer mehr Richtung steigende Gebühren geht...
Hat da jemand vielleicht ein praktisches Beispiel?
Man kann den Kreditrahmen benutzen, wenn grössere ungeplante Ausgaben anstehen. Die von dir genannten Zinsen muss man meines Wissens erst nach einem Monat zahlen, d.h. du kannst das vorher schon wieder ausgleichen (z.B. mit dem Gehalt).
Die 30k muss man nicht in Anspruch nehmen, aber ich denke es ist psychologisch gut zu wissen, dass man so viel Geld beziehen kann im Fall der Fälle.
@weip321 Richtig, psychologische Faktoren werden oft unterschätzt. Hier: Fluchtgedanke. Dieser ist womöglich evolutionär in uns "hinterlegt". Und auch ein gewisses Sicherheitsgefühl spielt eine grosse Rolle.
Man kann den Kreditrahmen benutzen, wenn grössere ungeplante Ausgaben anstehen.
Dann nehm ich das Geld aus meinem risikoarmen Vermögensanteil. Ich brauch keinen großen Kreditrahmen. Sollte ich mir mal eine teure Reise leisten können (wird eher nicht eintreten), überweise ich Geld auf die Kreditkarte und erhöhe dadurch mein Limit für Autovermieter etc.
Einziges Argument in meinen Augen für das "normale" Limit, das man bei einer Kreditkarte standardmäßig erhält: Wenn mir aus Gründen die normale Bankverbindung zugemacht wird, hätte ich noch eine Alternative. Oder wenn die eine Karte im Urlaub unbrauchbar wird (ist schon Jahrzehnte her, da hatte der Magnetstreifen nen Schuss), dann habe ich noch eine Alternative.
Wenn man Familie in einem ärmeren Land hat, dann hat man als Wohlstandsmensch auch immer die Aufgabe einer Krankenversicherung und Bank die zinslose Kredite ohne Rückzahlungsverpflichtung vergibt und zwar immer so schnell wie nur möglich. Da ist es gut zu wissen, dass ein umfangreicher Kreditrahmen wie eine Art Rückversicherung fungieren kann.
@weip321 Richtig, psychologische Faktoren werden oft unterschätzt. Hier: Fluchtgedanke. Dieser ist womöglich evolutionär in uns "hinterlegt". Und auch ein gewisses Sicherheitsgefühl spielt eine grosse Rolle.
Gerade da hätte ich Bedenken mich auf etwas zu verlassen, dass jederzeit mit einem einfachen Knopfdruck bendet werden kann.
Dem im Politikfaden erwähnten Reitschuster scheint gerade sowas ähnliches zu passieren https://reitschuster.de/post/wie-bei-kafka-im-visier-von-polizei-und-banken/

